Ein ganz besonderer Tag für die Pilgerzeller Feuerwehr: Am Mittwoch um 17.20 Uhr kam die Besatzung mit dem neuen Staffellöschfahrzeug aus der Nähe von München an, wo einige Pilgerzeller bereits am Montag die Endabnahme durchgeführt hatten. Wehrführer Tobias Bug beichtete stolz: „Am Dienstag haben wir dann eine Einweisung bekommen, heute sind wir heimgefahren“. Und empfangen wurde der Trupp von vielen Mitgliedern der Feuerwehr sowie deren Familien.
„Wir haben hier viel bessere und modernere Technik im Fahrzeug verbaut“, freute sich Bug, der aufzählte, dass das neue Schmuckstück einen Wassertank für 2500 Liter biete, Platz hat für neun Einsatzkräfte, wobei sich vier Atemschutzgeräteträger gleichzeitig schon während der Fahrt umziehen können. Zum Einsatz wird das neue Fahrzeug vorrangig bei Brandeinsätzen und kleineren Hilfeleistungen kommen, außerdem sei es ausgestattet für Vegetations- und Waldbrände.
Gemeinsam wurde die Ankunft des neuen Fahrzeugs bei einem Imbiss und Getränken gefeiert, auch Bürgermeister Timo Zentgraf – selbst eng mit der Feuerwehr verbunden – freute sich mit den Einsatzkräften: „Das alte Fahrzeug hatte seine Altersgrenze erreicht, wir mussten reagieren“. Eigentlich war der Austausch für 2022 vorgesehen, doch es dauerte einige Zeit, bis alle Fördermittel abgearbeitet und ausgeschöpft waren. Knapp zwei Jahre Lieferzeit habe das Fahrzeug außerdem, nachdem es im Sommer 2023 bestellt wurde. Gefördert wurde die Anschaffung mit 73.500 Euro vom Landkreis sowie 85.750 Euro vom Land Hessen. Die Gemeinde Künzell steuerte einen Eigenanteil von 380.000 Euro für das insgesamt also knapp 540.000 Euro schwere Fahrzeug bei – und ist nun beruhigt: „Nachdem wir Schwierigkeiten mit dem alten Fahrzeug hatten, das Ölflecken am Fußboden hinterlassen hat, sind wir froh, dass das neue nun auch zur Fahrzeughalle passt: Modern und auf dem neuesten Stand. Die Einsatzkräfte rücken von hier aus in alle Richtungen aus, es ist gut und wichtig, dass sie vernünftig ausgerüstet sind“.
