Egert war am Dienstag selbst um kurz nach 6 Uhr unterwegs zur Hütte gewesen, nachdem er von Feuerwehr und den Pächtern über den Brand informiert worden war. Das Feuer vor Ort zu sehen, sei „emotional anspruchsvoll“ gewesen, meint der Erste Vorsitzende. Schließlich habe der Zweigverein zwischen 2020 und 2022 viel Energie in die Sanierung und die Umgestaltung der Hütte gesteckt: „Das war mit einem Schlag weg.“ Er wie auch die Mitglieder würden aber trotz der Tragödie nicht die Nerven verlieren: „Wir schauen vorwärts.“ Aktuell werde noch geklärt, wie hoch der Schadensersatz durch die Versicherung ausfalle. Anschließend werde ein Finanzrahmen geplant, um eine „Kissinger Hütte 2.0“ zu bauen: „Wir wollen natürlich wieder eine Hütte hinstellen.“ Egert macht deutlich, dass der „alte Flair“ von früher nicht mehr zurückgeholt werden könne. Dennoch zeigt er sich optimistisch, dass die Kissinger Hütte auch in den kommenden Jahren als Institution in der Rhön erhalten werden kann. Ein Alleinstellungsmerkmal sei die beeindruckende Rundum-Sicht in der Region: „Sie hebt sich heraus von allen anderen Hütten.“ Für das Projekt habe es bereits eine große Welle der Unterstützung gegeben, sowohl von der breiten Bevölkerung als auch aus der Politik, etwa vom Landkreis Rhön-Grabfeld oder dem bayerischen Innenstaatssekretär Sandro Kirchner. Zudem hätten einige Unternehmen, welche an der Sanierung der Hütte beteiligt waren, ihre Unterstützung für den Neubau angeboten.
