Handball 09.03.2025

Männer-Oberliga – „Zu viele Fahrkarten“ – HSV verliert beim Kellerkind

Hofgeismar (pf) – Die Handballer des Hünfelder SV haben einen herben Rückschlag erlitten: Am Samstagabend zog der HSV im Oberliga-Duell bei Schlusslicht HSG Hofgeismar/Grebenstein mit 32:33 (12:17) den Kürzeren. Besonders gegen Ende wurde das Duell hitzig und umkämpft, nachdem die Hünfelder drauf und dran waren, das Spiel zu drehen.

Jannik Bachus und der HSV kämpften, aber es reichte nicht. Foto: Christine Görlich

Der kurzfristige Ausfall von Spielertrainer Felix Rehberg war das eine, das Auftreten beim Tabellenletzten das andere: „Die erste Halbzeit war echt schlecht von uns“, suchte Betreuer Hanno Bentler nicht nach Entschuldigungen: Der Rückstand war nach 30 Minuten schon zu groß, um noch etwas auszurichten. „Wir haben unglaubliche Fahrkarten geworfen, waren in der Abwehr lange nicht so griffig, wie wir hätten sein müssen“, so Bentler weiter.

Die Hünfelder waren zwar in den ersten zehn Minuten mal in Führung und vom Ergebnis her eine Zeit lang dran, doch dann brachen die Gäste beim Stand von 9:10 weiter ein, bis es zur Halbzeit 12:17 stand.

Im zweiten Durchgang steigerte sich der HSV dann mehr und mehr und versuchte nochmal alles, mit Erfolg: Der Rückstand wurde immer kleiner, Hofgeismar geriet ins Wanken. Neun Minuten vor Ende stand es aber weiterhin 26:30, als die Hausherren plötzlich aufhören, Tore zu schossen. So kam Hünfeld zum 30:30-Ausgleich (54.), und es folgte eine hitzige Schlussphase, in der wiederum der HSV nachließ. Hinzu kamen vier Minuten und damit eine Rote Karte gegen Jannik Bachus. „Die war schon gerechtfertigt“, musste Bentler anerkennen. „Am Ende hat es nicht ganz gereicht, zumal wir noch in Unterzahl waren“. Hofgeismar zog wieder auf 33:30 davon, ehe Alexander Schott mit zwei weiteren Treffern das Ergebnis nochmal enger machte, dann war jedoch keine Zeit mehr. Die Gastgeber gaben die Rote Laterne an Ost-Mosheim ab, Hünfeld bleibt im unteren Drittel stecken. „Unter dem Strich haben wir einfach zu viele Fehler gemacht, und damit kannst du in der Liga gegen keinen Gegner gewinnen“, so Bentler abschließend.

Hünfeld: Matthiessen (6), Schäfer, Bachus (8), Schott (13), Gute (4/1), Hyseni, Kaub, Abad Velazquez, Sauerbier, Zachow, Hohmann, Becker (1), Krätzig.