Für Meyer ist es nicht der erste Besuch in Fulda, wie Wingenfeld in seiner Begrüßung feststellte. Bereits 2014 hatte der bekannte Autor die 25. Auflage von „Literatur im Stadtschloss“ eröffnet: „Wir sind sehr dankbar, dass er erneut den Auftakt übernimmt.“ Der Oberbürgermeister ging kurz auf die Biographie von Meyer ein. Dieser sei nicht nur auf der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet worden, sondern wurde 2025 mit dem Lessing-Preis des Freistaates Sachsen sowie 2024 mit dem Bayerischen Buchpreis ausgezeichnet worden. In seinem neuesten Roman gebe es mehrere Handlungsstränge, die von Leipzig bis Belgrad reichen, erläuterte der Oberbürgermeister. Der Autor beschreibe idyllische Bilder und Szenerien, vor denen sich eine „menschengemachte Hölle“ abspiele. Als „atemberaubendes Epos“ mute die Erzählung den Leserinnen und Lesern einiges zu, merkte der Rathauschef an. Fasziniert hörten die Anwesenden im Fürstensaal Meyer zu, der einige Passagen vorlas. Im ersten Kapitel etwa erzählte er von dem „Cowboy“, einem Mann mit einem karierten Halstuch, der eines Tages in einem Dorf in Jugoslawien auftaucht und von den Einheimischen misstrauisch beäugt wird.
Der Fuldaer Oberbürgermeister freute sich über das große Interesse an der Veranstaltung. Bei „Literatur im Stadtschloss gehe es darum, die „Literatur weiter in die Herzen der Menschen zu tragen.“ Er bedankte sich bei der Jubiläumsstiftung der Sparkasse Fulda, der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen sowie dem Parzeller Buchverlage, welche die Reihe finanziell unterstützen. Wingenfeld erinnerte zudem an den Tod von Dr. Wolfgang Hamberger, welcher vor einem Monat verstorben war: „Sein Name wird immer mit Literatur im Stadtschloss verbunden sein.“ Hamberger habe während seiner Amtszeit die Veranstaltung ins Leben gerufen.
