Verfolgerduelle und Derbys: Die KOL Mitte bietet viel
Der Auftakt im neuen Jahr verlief für den Spitzenreiter der KOL Mitte minimalistisch: Zweimal konnte sich das Team von Trainer Francisco Martinez mit 1:0 durchsetzen. Zur Zufriedenheit des Trainers stand zweimal hinten die Null. „Wir haben nicht viel anbrennen lassen. Wir hätten es ein wenig souveräner angehen können, aber wenn man so spielt, muss man auch mal Abstriche machen“, sagt der Coach. Beim „kleinen Topspiel“ am Samstag (15 Uhr) soll es mit der Siegesserie weiter gehen. Seit elf Ligaspielen ist Sickels ungeschlagen. Das letzte Mal musste sich die SGS Anfang September mit 0:1 in Bachrain geschlagen geben. „Wir müssen uns steigern, dass weiß aber jeder“, so Martinez. Ein großes Steckenpferd von Sickels ist das Mannschaftsgefüge, gerade in der aktuellen Zeit mit dem ein oder anderen Ausfall hat es sich zu einem großen Vorteil entwickelt. „Ich kann mich auf die Jungs, die einspringen, immer verlassen. Und wenn mal einer länger nicht gespielt hat, versuchen die anderen, ihm zu helfen“, lobt der Coach. Am Samstag erwartet Martinez ein hochmotivierten Gegner und technisch versierten Fußball gegen Borussia Fulda. Gerade durch misslungen Start ins neue Jahr und der Hinspielpleite gegen Sickels (1:2) seien die Borussen giftig. „Wenn sie noch ein Wörtchen mitreden wollen, müssen sie hochmotiviert gegen uns sein“, so Martinez.
Ein zweites Topspiel steigt parallel mit Edelzell/Engelhelms gegen FT Fulda: Die SGEE liegt sechs Punkte hinter dem Relegationsplatz, den die Turner innehaben, hat aber auch noch ein Spiel in der Hinterhand. Das Rennen um Rang zwei könnte also nochmal richtig spannend werden. Auch Müs ist noch mittendrin und spielt am Sonntag bei der taumelnden Spvgg. Bimbach – ein heißes Derby.
Aufsteiger Wölf heiß auf torreiches Gemeinde-Derby
Ein 1:1 konnte sich der SV Wölf zum Auftakt gegen Spitzenreiter Niederaula/Kerspenhausen erkämpfen. Ein Ergebnis, mit dem wohl wenige gerechnet hatten. „Wir gewinnen die Spiele durch unsere Zweikämpfe, das war gegen Niederaula auch der Fall“, sagt SVW-Trainer Marko Madzar zufrieden. Aus dem Punktgewinn konnte Wölf genügend Selbstvertrauen ziehen, um mit breiter Brust der kommenden Partie entgegen zu fiebern: Dabei erwartet Madzar im Derby beim Tabellenzweiten SG Dittlofrod/Körnbach eine torreiche Partie. Die Hausherren erzielen im Schnitt über drei Tore pro Spiel und stellen mit 62 Buden aus 18 Spielen den gefährlichsten Angriff der Liga – Wölf muss sich mit 48 Toren als Aufsteiger auf Platz sechs aber keinesfalls verstecken. Für den Gäste-Trainer ein klares Indiz dafür, dass die Zuschauer Spektakel erwarten könnten. „Ich denke, es wird ein sehr schweres Spiel für uns. Wir werden defensiv sehr gefordert“, so Madzar. Das Hinspiel verloren die Wölfe mit 1:4 und wittern nun Revanche
Erster gegen Letzter heißt es hingegen bei Niederaula/Kerspenhausen gegen Cornberg/Rockensüß: Kaum vorstellbar, dass der Spitzenreiter erneut stolpert und es im Titelrennen nochmal eng werden könnte. Im Hünfelder Altkreis-Duell Michelsrombach/Rudolphshan gegen Eiterfeld/Leimbach II geht es vor allem für die Gastgeber um überlebenswichtige Punkte – „Miroba“ steht auf dem vorletzten Rang, zeigte zuletzt beim knappen 0:1 beim Tabellendritten in Friedewald aber gute Ansätze, während Eiterfeld/Leimbach in Hohe Luft (1:5) patzte.
Löschenrod vor großem Schritt machen – nach vorne oder nach hinten
Löschenrod kämpft in dieser Saison um den Klassenerhalt in der Kreisoberliga Süd: Das erste Abstiegs-Duell gegen die SG Lauter ging zum Auftakt mit 0:1 verloren. Dennoch sah SGL-Trainer Mirko Gerhard ein gutes Auftreten seines Teams. „Defensiv haben wir es eigentlich ganz gut gemacht und haben kaum etwas zugelassen. Offensiv müssen wir gefährlicher werden“, erwartet der Trainer ein anders Auftreten. Bellings/Hohenzell spielt aktuell eine ähnlich durchwachsene Saison wie Löschenrod. Mit 17 Punkten in 19 Spielen steht die SGBH auf dem ersten Abstiegsplatz – gerade einmal zwei Zähler hinter Löschenrod. „Es ist ein Sechs-Punkte Spiel. Es wird ein Kampf – und kein schöner Fußball“, erwartet Gerhard. Sowohl die Hausherren als auch die Hermania wollen so schnell wie möglich wichtige Punkte im Abstiegskampf einfahren. „Jeder kämpft da unten gerade ums Überleben“, sagt der Trainer und fügt an. „Bellings möchte das Spiel zuhause natürlich auch gewinnen“. Mit einem durchschlagskräftigeren Sturm will die SGL aber die Punkte mitnehmen.
Spitzenreiter Vogelsberg ist schon am Samstag im Einsatz und begrüßt die SG Gundhelm/Hutten. Der FSV Thalau will sich nach der Topspiel-Pleite hingegen in Welkers rehabilitieren. Rückers auf Rang zwei spielt zuhause gegen Rommerz, und Huttengrund will bei der SG Lauter im Relegations-Rennen dabei bleiben.
Kreisoberliga Mitte
Sonntag
11 Uhr
Pilgerzell – Lüder-Schwarzatal (am Noppen)
15 Uhr
Bachrain – Hilders/Simmershausen
Edelzell/Engelhelms – FT Fulda (in Edelzell)
Margretenhaun – Dipperz/Dirlos
Borussia Fulda – Sickels
Bimbach – Müs
Marbach/Dietershan – Reulbach/Brand (in Marbach)
Petersberg – Hünfelder SV II
Kreisoberliga Süd
Samstag
16.15 Uhr
Vogelsberg – Gundhelm/Hutten (in Herbstein)
Sonntag
15 Uhr
Hosenfeld – Schweben
Welkers – Thalau
Weyhers – Rothemann
Mittelkalbach – Grimmstadt
Rückers – Rommerz
Lauter – Huttengrund (in Heblos)
Bellings/Hohenzell – Löschenrod (in Bellings)
Kreisoberliga Nord
Sonntag
12.30 Uhr
SV Steinbach II – Jossatal
15 Uhr
Burghaun – Hohe Luft
Kiebitzgrund/Rothenkirchen – Weiterode (in Rothenkirchen)
Haunetal – Rotenburg/Lispenhausen (in Neukirchen)
Niederaula/Kerspenhausen – Cornberg/Rockensüß (in Niederaula)
Dittlofrod/Körnbach – Wölf
Michelsrombach/Rudolphshan – Eiterfeld/Leimbach II (in Rudolphshan)
Gudegrund – Friedewald/Ausbach (in Niedergude)
