Fußball 28.03.2025

Kreisoberligen – Brisantes Wiedersehen in Rommerz – Bimbach lernt

Osthessen (jk) – Die Fußball-Kreisoberligen sind schon in einer heißen Phase, oben wie unten wird es in den Tabellen immer spannender. In der KOL Mitte trifft am Sonntag (15 Uhr) die Spvgg. Bimbach mit Trainer Darius Giemza auf auf den Aufsteiger SG Marbach/Dietershan. Zur gleichen Zeit fiebert im Süden Dennis Sorg, Trainer der SG Rommerz, einem besonderen Spiel entgegen: Es geht gegen seinen Ex-Club SV Schweben, den er in die Liga geführt hatte. Die SG Gudegrund und SG Michelsrombach/Rudolphshan treffen in der Kreisoberliga Nord in einem intensiven Abstiegskampf aufeinander.

Dennis Sorg (hier noch im Schweben-Trikot) erwartet ein besonderes Wiedersehen. Foto: Christine Görlich

Die SG Rommerz steht in der KOL Süd aktuell abgeschlagen unten. Foto: Natalia Lindt

Bimbach mitten im Abstiegskampf. Foto: Manfred Völler

Gudegrund hat Respekt ihm: Michelsrombachs Felix Kircher. Foto: Pascal Fischer

 

 

Wiedersehen zwischen alten Bekannten

Die Trennung zwischen dem SV Schweben und Dennis Sorg ging nicht lautlos über die Bühne. Der Trainer erreichte vergangene Saison den Aufstieg in die KOL Süd, im September trennten sich beide Parteien vorzeitig. „Es lief nicht so rosig“, sagt Sorg – bedeckt, und fokussiert auf die Aktualität. Umso mehr freut sich der mittlerweile in Rommerz tätige Spielertrainer auf das Duell gegen seinen ehemaligen Verein. „Die Brisanz ist da, gerade wenn ich die Akteure wiedersehe“. Neben einer hitzigen Atmosphäre auf dem Platz, erwartet Sorg aufgrund des Derby-Charakters den ein oder anderen Zuschauer mehr am Sportgelände. Für Rommerz verlief das neue Jahr ergebnistechnisch bisher noch durchwachsen. Mit einem Punkt aus drei Spielen ist der Trainer alles andere als zufrieden, zumal die beiden Niederlagen sehr knapp waren. „Wir müssen die Grundtugenden des Fußballs zurück auf den Rasen bringen“, appelliert er an sein Team und hofft, gegen Schweben den berühmten Bock umzustoßen. „Wenn der erste Sieg kommt, dann fällt sehr viel Last von den Schultern“, weiß Sorg, der sich mit dem Abstiegskampf in einer neuen Situation befindet. „Die Qualität ist da. Es ist meistens eine Einstellung- und Kopfsache“, so der Trainer. Personell müsse er bislang auf Tamino Ranft (Verdacht auf Innenbandriss) verzichten. Sorg selbst könne passend zum Wiedersehen mit seinen ehemaligen Weggefährten wieder einsatzbereit sein. „Mit uns rechnet keiner mehr. Wir haben nichts zu verlieren“, nimmt der Coach seinem Team, das zehn Punkte hinter der Konkurrenz liegt, den Druck von den Schultern.    

Ebenfalls spannend in der Süd-Staffel ist das Top-Duell zwischen dem Spitzenreiter Vogelsberg und Verfolger Huttengrund. Mit einem Dreier könnte die SGH einen großen Schritt Richtung Top Drei machen und mit Thalau gleich ziehen, falls der FSV parallel in Mittelkalbach patzen sollte. Die FSG würde ihren Vorsprung auf die Konkurrenz gerne halten – der Tabellenzweite Rückers hat zumindest in Weyhers auch keine einfache Aufgabe. Brisant wird zudem das Derby Welkers gegen Löschenrod – die Hermania braucht dringend Punkte.

 

Bimbach gegen Aufsteiger unter Zugzwang

Die Saison für die Spvgg. Bimbach ist bisher eine Enttäuschung: Mit zehn Punkten belegen die Bimbacher derzeit auf den 15. Tabellenrang und stehen gegen Marbach/Dietershan nun mehr denn je unter Zugzwang. „Wir gehen jedes Spiel für die drei Punkte rein. Manchmal ist die Wahrscheinlichkeit höher, manchmal nicht so hoch“, so Bimbachs Trainer Darius Giemza. Nach 21 Spielen und nur zwei Siegen in der ganzen Runde ist der Coach alles andere als zufrieden mit der aktuellen Situation. Auch im neuen Jahr konnte die Spvgg. bislang noch keinen Punkt einfahren. „Zwei Drittel der Saison sind schon vorbei und nur zwei Siege. Das spiegelt die Spielzeit wider“, so Giemza. Umso wichtiger ist es, gegen Marbach/Dietershan endlich etwas Zählbares zu holen. Neben der Aufstiegseuphorie, die die SGMD lange getragen hatte, überzeuge der Gegner mit einem guten Mittelfeld, wie Giemza die Stärken herausstellt. Ganz chancenlos sieht der Coach sein Team jedoch nicht. „Wir müssen zusehen, dass wir performen“. Nach den vielen Abgängen bei Bimbach wurde das Team insbesondere mit jungen Spielern aus den eigenen Reihen aufgefüllt. „Ein paar sind mit der Situation überfordert“, sagt Giemza offen. Doch dies gehöre für den Trainer dazu. „Wir sind eben eine junge Mannschaft, die noch viel lernen muss. Das tust du aber nur, wenn du es selbst erlebst“. Im Derby gegen Müs (1:2) sah der Coach, dass es auch anders gehen kann. „Wir müssen uns als Mannschaft reinkämpfen und reinhauen“, appelliert Giemza.

Parallel dazu kommt es zum heißen Tanz zwischen dem Spitzenreiter aus Sickels und der SG Hilders/Simmershausen. Einmal mehr könnte die SGS ihre starke Form im Jahr 2025 bestätigen und gegen die Rhöner den fünften Sieg in Folge einfahren. Die Zuschauer werden jedenfalls auf ihre Kosten kommen. In den vergangenen beiden Vergleichen beider Teams fielen immer mindestens sechs Treffer. Im Gemeindederby will der TSV Bachrain wiederum nicht nur Wiedergutmachung für die Niederlage in Sickels betreiben, sondern könnte der FSG Dipperz/Dirlos im Abstiegskampf einen weiteren Rückschlag versetzen.

 

Abstiegskampf pur: Leidorf-Team empfängt Schlusslicht

Ein „hitziges und kampfbetontes“ Spiel erwartet Gudegrunds Trainer Maik Leidorf im Duell gegen Michelsrombach/Rudolphshan. Insgesamt elf Punkte trennen beide Teams voneinander, die Favoritenrolle liegt auf dem Papier bei der SGG. „Das wird Abstiegskampf pur. Wir werden sehr viel fighten müssen“, ist sich Leidorf jedoch im Klaren, der nach der Saison als Coach nach Bebra wechseln wird. Der Rasenplatz in Niedergude sei nicht für schönen und ansehnlichen Fußball bekannt. Daher erwartet der Trainer viele und intensive Zweikämpfe, gerade von kämpferischen Gästen. „Wir müssen fit und wach sein“. Neben dem Kampf habe Michelsrombach/Rudolphshan allerdings auch den ein oder anderen guten Fußballer in seinen Reihen, wie beispielsweise Felix Kircher, auf den Leidorf Lobeshymnen singt. „Wir müssen nah an ihm dran sein und bestmöglich ins Doppeln kommen“, gibt der SGG-Coach kleine taktische Einblicke. Personell könne er fast aus dem Vollen schöpfen. Lediglich Nils Küllmer und der Langzeitverletzte Nico Mathies fallen für das Wochenende aus. Für den Gegner aus Michelsrombach und Rudolphshan geht es noch um einiges mehr: Nach dem Überraschungssieg von Cornberg/Rockensüß in der Vorwoche ist „MiRoBa“ Tabellenschlusslicht und sechs Zähler hinter dem Relegationsplatz. Schon im Hinspiel setzte es gegen Gudegrund ein 0:5.

In Niederaula kann die SG Niederaula/Kerspenhausen wohl langsam für mehr planen: Der Spitzenreiter empfängt am Sonntag den ESV Weiterode. Im Hinspiel erkämpfte sich der ESV aber eine Punktteilung und ist eines von insgesamt drei Teams (Hohe Luft und Wölf), die dem Spitzenreiter bisher etwas Zählbares abnehmen konnten.

 

 

Kreisoberliga Mitte

 

Sonntag

13 Uhr

Pilgerzell – Hünfelder SV II

15 Uhr

Sickels – Hilders/Simmershausen

Margretenhaun – FT Fulda

Borussia Fulda – Lüder-Schwarzatal

Bachrain – Dipperz/Dirlos

Bimbach – Marbach/Dietershan

Petersberg – Müs

Edelzell/Engelhelms – Reulbach/Brand (in Engelhelms)

 

 

Kreisoberliga Süd

 

Samstag

16 Uhr

Lauter – Bellings/Hohenzell (in Heblos)

 

Sonntag

15 Uhr

Rommerz – Schweben

Mittelkalbach – Thalau

Weyhers – Rückers

Hosenfeld – Grimmstadt

Vogelsberg – Huttengrund (in Lanzenhain)

Welkers – Löschenrod

Rothemann – Gundhelm/Hutten

 

 

Kreisoberliga Nord

 

Samstag

16 Uhr

Wölf – Hohe Luft

 

Sonntag

12.30 Uhr

SV Steinbach II – Eiterfeld/Leimbach II

14 Uhr

Haunetal – Jossatal (in Neukirchen)

15 Uhr

Niederaula/Kerspenhausen – Weiterode (in Niederaula)

Dittlofrod/Körnbach – Rotenburg/Lispenhausen

Burghaun – Cornberg/Rockensüß

Gudegrund – Michelsrombach/Rudolphshan (in Niedergude)

17 Uhr

Kiebitzgrund/Rothenkirchen – Friedewald/Ausbach (in Rothenkirchen)