Nachdem das Wetter in den vergangenen Tagen zunehmend besser wurde, ist FT-Trainer Julian Rohde guter Dinge, dass die Turner das Nachbarschaftsduell gegen den RSV Petersberg auf Rasen, statt auf Kunstrasen beim Domgymnasium, austragen können. „Rasenspiele sind auch viel schöner als Kunstrasenspiele“, so der Trainer. Für Rohde sei der RSV schwer einzuschätzen. In der Vergangenheit haben die Petersberger vermehrt auf junge Spieler aus den eigenen Reihen gesetzt, was die Turner vor große Unbekannten stelle. „Petersberg kann ich nicht einschätzen. Wir schauen aber eher auf uns“, so Rohde, der auf den ein oder anderen Zuschauer mehr hofft. „Der Weg ist jetzt nicht ganz so weit. Auch das Wetter spielt mit“, schmunzelt er. Seine Jungs motivieren muss Rohde jedenfalls nicht. „Die Jungs freuen sich, dass es endlich wieder losgeht“. Personell haben die Turner einige angeschlagene Spieler. Die ersten vier Wochen blieb FT von der Grippewelle verschont, in den letzten Vorbereitungswochen erwischte es allerdings nach und nach mehr Spieler. „Die Vorbereitung war nicht ganz bei 100 Prozent. Man weiß noch nicht so richtig, wo man steht. Das geht aber allen so“, meint Rohde.
Seinem Gegenüber, RSV-Trainer Stanislav Szilagyi, geht es ähnlich. In der Vorbereitung kämpften die Petersberger mit einigen Ausfällen. „Sie ist nicht so gut verlaufen und war durch die Ergebnisse eher durchwachsen. Das wissen die Jungs aber auch“, so Szilagyi. Fünf Testspiele absolvierte der RSV, drei davon konnten sie für sich entscheiden. Gerade der letzte Härtetest gegen Gruppenligist SV Hofbieber (0:6) stellte den Coach nicht zufrieden. „Das Ergebnis war nicht so toll. Mit der Aufstellung und den vielen Kranken war es okay“, erklärt Szilagyi. Zum Derby und Nachbarschaftsduell am Sonntag erwartet der Coach vollen Einsatz seiner Mannschaft. „Ich erwarte, dass von meinen Jungs die Einstellung stimmt“. Aufgrund der Platzverhältnisse gehe er nicht von einem fußballerischen Leckerbissen aus. Dennoch ist er sich bewusst, um was es im Duell gegen die Turner geht. „Jedem muss klar sein, dass da Prestige dabei ist“. Personell sieht es beim RSV gut aus: Bis auf Patrick Müller (Grippe) kann Szilagyi aus dem Vollen schöpfen.
Ebenfalls spannend ist das Gemeinde-Derby zwischen Dipperz/Dirlos und Pilgerzell. Beide Teams kämpfen in der Restrunde um den Klassenerhalt und steigen punktgleich auf Rang 14 und 13 ins neue Jahr ein. Der Sieger könnte also einen großen Schritt weg von der Abstiegszone machen. Beim letzten Aufeinandertreffen der beiden Mitte August setzte sich der TSV in der Schlussphase durch einen verwandelten Elfmeter von Benedikt Herget mit 3:2 durch. FSG-Trainer Mario Martinez möchte sich für das verlorene Hinspiel sicherlich revanchieren. Im Tabellenkeller treffen außerdem Reulbach/Brand und Bimbach aufeinander.
Kreisoberliga Mitte
Sonntag
15 Uhr
Dipperz/Dirlos – Pilgerzell (in Dirlos)
Lüder-Schwarzatal – Edelzell/Engelhelms (in Hainzell)
FT Fulda – Petersberg
Hünfelder SV II – Marbach/Dietershan
Reulbach/Brand – Bimbach (in Brand)
Hilders/Simmershausen – Müs (in Hilders)
Bachrain – Borussia Fulda
Sickels – Margretenhaun
