Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld strahlte vor Begeisterung bei der Vorstellung des Hessentags: „Ich bin unendlich froh.“ Er könne sich noch gut an den ersten Hessentag in Fulda in 1990 erinnern, ebenso wie an den „düsteren Januarabend“, als die Veranstaltung für 2021 abgesagt werden musste. Die Motivation sei aber schon damals gewesen: „Es wird der Tag kommen, an dem der Hessentag stattfindet.“ Wingenfeld bedankte sich bei den 1600 Mitarbeitenden der Stadt, welche in den vergangenen Monaten an den Vorbereitungen mitgewirkt hätten. Er ging ebenfalls auf das Thema Sicherheit für die Veranstaltung ein: „Wir sind fortlaufend mit der Polizei im engen Dialog.“ Der Rathauschef machte deutlich, dass eine absolute Sicherheit nicht garantiert werden könne. Dennoch biete die Stadt weiterhin eine Vielzahl an Kulturveranstaltungen an und freue sich, viele Menschen in der Barockstadt begrüßen zu dürfen. Das große Landesfest werde im kommenden Jahr 80 Jahre alt, teilte Wingenfeld mit: „Wir haben Erfahrungen als gastgebende Stadt.“
Der OB verwies auf den anstehenden Hessentag in Bad Vilbel in diesem Jahr, mit denen die Verantwortlichen bereits im engen Kontakt stehen würden. Er hob außerdem hervor, welchen Stellenwert ein solches Fest für die Stadtentwicklung habe: „Diese Großveranstaltungen haben die Entwicklungen Fuldas nachhaltig geprägt.“ Die Investitionen im Zuge des Hessentags würden daher nachhaltig allen Gästen sowie den Bürgerinnen und Bürgern zu Gute kommen. Wingenfeld beschrieb den 63. Hessentag als einen „Hessentag der kurzen Wege, der die Innenstadt in den Fokus nimmt.“ Das zeige sich beispielsweise bei der Landesausstellung, die im Kaufhaus Karl mitten im Herzen der Stadt gelegen sei. „Wir sind voller Vorfreude“, sagte der Rathauschef abschließend.
Hessentagsstraße und Kulturprogramm
Vorgestellt wurde das Konzept von den zwei Hessentagsbeauftragten Dominik Höhl, Leiter des Amtes für Tourismus- und Marketingmanagement der Stadt Fulda, sowie Jürgen Peter, zuständig für Veranstaltungs- und Eventmanagement im Kulturamt. Während der Großveranstaltung werde es natürlich ein buntes und abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm geben, erläuterte Peter. Ein Höhepunkt zum Beginn sei etwa eine Musical-Gala von Spotlight Musicals. Beeindruckende Motorrad- und Hochseilartistik würden die Geschwister Weisheit „über den Köpfen der Gäste“ präsentieren, erzählte Peter. Im aktuell noch im Umbau befindlichen Skaterpark werde es ein Unterhaltungsprogramm für Jugendliche geben.
Als Hessentagsbeauftragter stellte Dominik Höhl den Verlauf der Hessentagsstraße vor. Diese soll an der Rabanusstraße am Konzeptkaufhaus Karl. Von dort geht der Weg zunächst über den Universitätsplatz, an der Stadtpfarrkirche vorbei und durch die Friedrichstraße bis zum Bonifatiusdenkmal gegenüber dem Stadtschloss. Von da aus geht es weiter in Richtung Pfandhausstraße, an der Severikirche vorbei zur Kanalstraße und in die Mühlenstraße hinein. Die Hessentagsstraße biegt dann nach rechts ab über die Königstraße und Am Hopfengarten hin zum ITZ in Fulda und hinein in die Fuldaauen. Entlang dem Flusslauf in Richtung Feuerwehrmuseum endet die Strecke schließlich am Umweltzentrum neben dem Fuldaer Stadion.
Insgesamt werde eine Fläche von 92.000 Quadratmetern bespielt, so Höhl. das entspreche mehr als 13 Fußballfeldern: „Wir planen derzeit mit sieben Bühnen im oberen Bereich plus den Domplatz.“ Auf letzterem werde die Hessentagsarena sein, in der rund 11.000 Besucherinnen und Besucher Platz finden können. Rund um den alten Schlachthof ITZ dürften sich die Gäste auf ein Riesenrad sowie das Weindorf und einen historischen Jahrmarkt freuen. In den Fuldaauen hingegen werde es eine „Der Natur auf der Spur“ Sonderausstellung geben. Auch die Kirchen und die Blaulichtfamilie werde sich einbringen.
Nicht fehlen beim Hessentag darf auch der circa 1,7 Kilometer lange Festumzug, welcher in der Oberstadt verlaufen wird. Die Länge ähnele dem Rosenmontagsumzug, erläuterte Höhl. „Der Hessentag lebt vom Mitmachen“, betonte er weiter. Das Team freue sich entsprechend um viele Bewerbungen für Aktionen wie den Regiomarkt und das Wirtschaftsforum. Der Hessentagsbeauftragte berichtete zudem, dass auch ein Shuttle-Angebot für die Menschen zu den fünf Parkplätzen für den Hessentag geplant sei. Generell werde auf den ÖPNV im Stadtkern gesetzt.
Mehr zu den Veranstaltungsorten des Hessentags unter: https://hessentag-fulda.de/lageplan/
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