Fußball 07.03.2025

Hessenliga – Unterschiedliche Trends bei Gegnern von Hünfeld und SVS

Osthessen (pf) – Schwere Auswärtsaufgaben warten in der Fußball-Hessenliga: Der Hünfelder SV reist am Samstag um 14.30 Uhr zum aufstrebenden KSV Baunatal, der mit drei Siegen in Serie Schlagzeilen machte und ein kleiner Angstgegner der Hünfelder ist. Der SV Steinbach hingegen tritt am Sonntag (15.30 Uhr) bei einem Gegner aus Walldorf an, der nach der Winterpause einen Fehlstart hinlegte, aber immer noch ganz oben mitmischt.

Vier, die lange in der Hessenliga unterwegs sind (von links): Tobias Nebe empfängt mit Baunatal den Hünfelder SV um Coach Johannes Helmke. Artur Lemm spielt mit seinen Walldorfern gegen Petr Paliatkas SVS. Fotos: Görlich Media

KSV Baunatal – Hünfelder SV (Samstag; 14.30 Uhr)

Dass der KSV Baunatal lange im Keller hing, ist für die Hünfelder „Schnee von gestern“: Zuletzt gewann der KSV bei Steinbach Haiger II (1:0), gegen den SV Steinbach (2:1) und in Marburg (5:0). Diese drei Siege überraschen HSV-Trainer Johannes Helmke wenig, er weiß um die Qualitäten der Nordhessen: „Auswärts ist das eine hohe Hürde. Wir haben in Baunatal lange nichts mehr geholt, entsprechend sollte das ein Ansporn sein, etwas mitzunehmen“. Die Hünfelder unterlagen im Vorjahr 0:3 in Baunatal, in den vergangenen Jahren gab es wenn überhaupt nur in den Heimspielen etwas Zählbares.

Worauf es ankommt, ist Helmke bewusst – und seinem Team wurde das gegen Unter-Flockenbach vor Augen geführt: „Es geht nur zusammen, über Intensität und Zweikämpfe, in der Hessenliga. Letzte Woche haben wir das innerhalb der 90 Minuten gesehen: Wir waren 30 Minuten griffig, dann eine Viertelstunde schläfrig, und in der zweiten Halbzeit wieder stark. Dann haben wir die drei Tore geschossen, aber das wird auch nicht immer so sein“, erklärt Helmke, „wie schnell du in der Liga belohnt, aber auch bestraft werden kannst“. Hinzu komme die Platzfrage, ob es auf den großen Rasen im Parkstadion oder auf den engen Kunstrasen nebenan geht. Doch die Hünfelder wollen den Schwung vom Sieg aus der Vorwoche mitnehmen und nachlegen. Allerdings ist Marcel Trägler noch fraglich, der noch nicht trainieren konnte und über Wadenprobleme klagt. Nils Witte wird zurückerwartet, er war zuletzt krank, Jonas Simon und Maxim Bevz trainieren nach ihren Verletzungen aus der Vorbereitung auch bereits wieder.

 

RW Walldorf – SV Steinbach (Sonntag; 15.30 Uhr)

Ein holpriges Faschingswochenende war das beim SV Steinbach: Weil in der Hessenliga spielfrei war, wurde ein Test bei Kickers Offenbach II anberaumt, der am Freitag aber vom OFC wieder abgesagt wurde. So haben die Steinbacher am Samstagvormittag trainiert, ehe einige Spieler Karneval feierten. Am Dienstag ging es im Training wieder zur Sache, der Fokus wurde auf Walldorf ausgerichtet. „Viele waren unterwegs, und jetzt gucken wir mal, was am Sonntag rauskommt“, lässt sich auch Trainer Petr Paliatka mal überraschen: Denn sein Team absolvierte knapp zwei Wochen kein Spiel, während Rot-Weiß Walldorf jüngst die Hessenliga-Tabellenführung verlor und aus der Winterpause heraus stolperte: Eine 1:2-Niederlage im Spitzenspiel in Fernwald, ein 1:2 in Unter-Flockenbach und ein 2:3 in Weidenhausen.

Doch Paliatka will sich davon nicht blenden lassen: „Wenn du drei Spiele verlierst und immer noch oben dabei bist, brauchen wir nicht über deren Qualität zu reden. So ein Tief hast du mal in der Saison, das kann auch schnell vorbei sein. Dieses Jahr ist die Hessenliga sowieso extrem, was die Ergebnisse angeht“, hat der Steinbacher Coach registriert, dass die Konkurrenz im Abstiegskampf fleißig punktet und jedes Team die Spitzenclubs ärgern könne. Doch darin liegen auch die Steinbacher Chancen in Walldorf, wo traditionell auf Kunstrasen gespielt wird: „Der Rasen bei uns sieht diese Woche bei dem Wetter natürlich besser aus und wir können ordentlich trainieren. Aber mittlerweile sind wir es ja gewöhnt, auf Kunstrasen zu spielen“.

Alin Neacsu ist noch fraglich, nachdem er gegen Baunatal einen dicken Knöchel davongetragen hatte. Moritz Herbig fällt weiter aus, hatte es aber schon langsam wieder mit Joggen versucht nach seiner Lungenentzündung. Ansonsten sind alle, die im Moment zur Verfügung stehen, mit an Bord, was Paliatka Hoffnung macht. Von einem anderen Verletzten gab es wiederum positive Nachrichten: Alexander Reith wurde erfolgreich am Knie operiert und hat gleichzeitig noch eine Vertragsverlängerung vom SVS bekommen. Der Kapitän ist, wenn auch nicht am Platz, weiterhin ganz nah am Team und moralischer Anpeitscher.

 

Hessenliga

 

Samstag

14 Uhr

Stadtallendorf – SC Hanau

14.30 Uhr

Baunatal – Hünfelder SV

15 Uhr

Fernwald – Weidenhausen

Hanauer FC – VfB Marburg

15.30 Uhr

Waldgirmes – Türk Gücü Friedberg

Unter-Flockenbach – TuS Hornau

 

Sonntag

15 Uhr

Eddersheim – Bayern Alzenau

Wolfhagen – Darmstadt 98 U21

15.30 Uhr

Rot-Weiß Walldorf – SV Steinbach