Fußball 09.03.2025

Hessenliga – Krieger und Fröhlich: Hünfeld stoppt nimmermüden KSV

Baunatal (pf) – Der Hünfelder SV hat den Sturmlauf des KSV Baunatal nach der Winterpause in der Fußball-Hessenliga gestoppt: Am Samstagnachmittag stürmte der HSV selbst das Parkstadion und setzte sich bei den Nordhessen mit 3:1 (1:0) durch und profitierte von einer Halbzeit in Überzahl sowie dem Führungstreffer per Elfmeter mitten in eine Baunataler Druckphase hinein.

Maximilian Fröhlich und der HSV siegten in Baunatal. Foto: Justin Klenner

Hätte Kevin Krieger nicht das 1:0 für den HSV per Elfmeter erzielt, nachdem Vogler gefoult worden war, wäre es womöglich anders gelaufen: Denn der KSV Baunatal kam wesentlich gefährlicher, besser und griffiger in die Partie, war schneller im Kopf und auf dem Rasen und hatte die ersten großen Chancen gleich vom Anpfiff weg. „Am Ende geht es in die Kategorie: Dreckiger Auswärtssieg“, schmunzelte HSV-Coach Johannes Helmke, „weil der Spielerverlauf ehrlicherweise das 3:0 nicht unbedingt durchgehend hergab“.

Hünfeld war anfangs unsortiert, schon nach der ersten Ecke brannte es, später klärte Max Vogler in höchster Not. Die erste Viertelstunde gehörte klar dem KSV, Leon Recker versuchte es per Spann, verzog aber klar. Dann plötzlich der Elfmeterpfiff, der die Hünfelder ins Spiel brachte: Kevin Krieger verwandelte (18.), aber Baunatal blieb gefährlich. Nico Häuser mussten hinten abermals in höchster Not ran, auch Jannis Maul machte seinen Job und wehrte ein paar brenzlige Bälle ab.

So sehr der KSV auch drückte, es blieb bei der Hünfelder Führung – und es kam sogar noch dicker für die Gastgeber: Leon Recker trat gegen Leon Zöll nach und sah direkt vor der Halbzeitpause Glatt-Rot.

Doch Baunatal ließ sich nicht beirren, spielte weiter nach vorne und hätte ausgleichen können, wenn nicht gar müssen. Unter anderem scheiterte Mike Feigenspan an der Querlatte (64.), auch Maul machte weiter ein starkes Spiel im Hünfelder Kasten. Etwas mehr Ruhe war bei den Gästen erst nach dem 2:0 durch Maximilian Fröhlich drin, der abstaubte, nachdem es Kevin Krieger versucht hatte (77.). Danach war der KSV in Unterzahl zwar immer noch nicht gebrochen, doch verfehlte den Anschluss per Kopf, während die Entscheidung auf der anderen Seite in der Luft lag. Joker Mulaj traf sehenswert nur den Außenpfosten, dann war es erneut Fröhlich, der von Luca Uth bedient wurde und den Deckel drauf machte.

Der einzige Baunataler Treffer des Tages folgte dann, als die Nordhessen ihn nicht mehr gebrauchen konnten, somit gab es die erste Niederlage für den KSV im Kalenderjahr nach drei Siegen zum Start. Auch die eigene Negativserie konnte Hünfeld damit stoppen und gewann endlich wieder nach vielen Jahren in Baunatal, auch wenn es ein hartes Stück Arbeit auf ungewohntem Terrain und das erste Spiel seit Monaten auf Rasen war: „Die Jungs haben wirklich gebissen, geackert heute. Das war extrem laufintensiv und kräftezerrend. Wir haben alles reingehauen und sind froh, dass wir uns das heute arbeitet haben“, so Helmke.

KSV Baunatal: Wilke; Schneider, Milloshaj, Kahraman (66. Hacker), Kohlstädt (66. Mustapic), Recker, Blahout, Borgardt, Krengel (66. Springer), Karakoc (66. Berninger-Bosshammer), Feigenspan.

Hünfelder SV: Maul; Häuser, Zöll, Dücker, Vogler (62. Müller), Uth, Fröhlich, Krieger (80. Sawatzky), Kocak (60. Mulaj), Gadermann, Zentgraf (86. Witte).

Schiedsrichter: Marcel Rühl (Wettenberg)

Tore: 0:1 Kevin Krieger (18., Foulelfmeter), 0:2 Maximilian Fröhlich (77.), 0:3 Maximilian Fröhlich (89.), 1:3 Mike Feigenspan (90.+1)

Zuschauer: 150

Rote Karte: Leon Recker (Baunatal, 45.+1) – wegen Nachtretens