Fußball 21.03.2025

Hessenliga – Fitness-Faktor in Steinbach – Spektakel an der Staustufe?

Osthessen (pf) – Volles Programm in der Fußball-Hessenliga: Der SV Steinbach reist am Samstag nach Stadtallendorf und will um 14 Uhr bei der Eintracht an den guten Auftritt gegen Fernwald anknüpfen – auch mit immer besser werdender Fitness. Der Hünfelder SV ist am Sonntag (15 Uhr) beim FC Eddersheim gefordert und könnte weiter Furore machen: Es winkt sogar Platz drei.

Steinbach und Hünfeld haben wieder schwere Spiele in der Hessenliga vor sich. Fotos: Christine Görlich

Eintracht Stadtallendorf – SV Steinbach (Samstag; 14 Uhr)

Der SV Steinbach brauchte etwas Anlaufzeit nach einer schlechten Vorbereitung, wie sie Trainer Petr Paliatka selten erlebt hatte. Nun wird aber der Kader Stück für Stück wieder größer und seine Jungs werden fitter. Beim 1:3 bei Spitzenreiter Walldorf konnte Steinbach auf einiges aufbauen und kam nun nach Rückstand auch noch gegen den Tabellenzweiten Fernwald zum verdienten Remis. „Vor allem die zweite Hälfte war gut. Wir haben jetzt ein paar Spiele gemacht und es wird besser, gerade die, die krank waren, kommen wieder in Tritt. Und wir haben uns belohnt“, ist Paliatka zufrieden gewesen. Doch die Hessenliga-Runde ist noch lang, Steinbach hat ein oder teilweise noch zwei Spiele mehr zu absolvieren als einige Konkurrenten. Elf sind es insgesamt noch. 30 Punkte hat der SVS am Konto. „Wir brauchen gar nicht nach anderen zu schauen, sondern müssen selbst unsere Spiele gewinnen. Es ist alles eng und noch alles drin“. Nut Hornau und Steinbach Haiger II sind hinten abgeschlagen, der Rest bangt noch – wie jedes Jahr auch mit den Drittligisten aus dem Südwesten und den Regionalligisten aus Hessen.

Für Steinbach geht es nun zur Eintracht nach Stadtallendorf: Dass es bei den Mittelhessen auf den Kunstrasen geht, soll nur eine Randnotiz und schon gar keine Ausrede sein. Denn das Herrenwaldstadion befindet sich weiterhin im teuren und monatelangen Umbau. Die Stadtallendorfer stehen acht Punkte vor dem SVS, hamsterten nach der Winterpause fünf Punkte: Eine Niederlage in Waldgirmes, ein Sieg gegen Hornau und zwei Remis gegen Hanau 1960 und jüngst in Weidenhausen, als es nach 3:1 noch 3:3 hieß. Mit Matheus Beal hat sich ein Ex-Barockstädter schon in den Fokus bei der Eintracht gespielt. Steinbachs Coach Paliatka wiederum blickt auf sein Personal: Tom Wiegand war angeschlagen und ist fraglich, dafür kehrte Alin Neacsu vergangenes Wochenende wieder auf den Platz zurück. Moritz Herbig spielte ebenfalls ein paar Minuten nach Lungenentzündung und macht im Training Fortschritte, auch Fabian Koch, der angeschlagen war, kann wohl wieder.

 

FC Eddersheim – Hünfelder SV (Sonntag; 15 Uhr)

Eddersheim und der HSV haben in den vergangenen Hessenliga-Jahren schon einige Schlachten geschlagen. „Das wird die nächste schwere Aufgabe, wie jedes Spiel in dieser Liga“, betont Hünfelds Coach Johannes Helmke und sieht die Chancen 50:50, mit dem kleinen Auswärtsnachteil für seine Mannschaft. Das heißt aber nicht, dass der HSV nicht seine Serie fortsetzen will: Drei Siege gab es in Folge, das Selbstvertrauen ist groß. „Wir können das schon richtig einschätzen. Wir waren nicht immer über 90 Minuten dominant, aber haben uns die Ergebnisse erarbeitet“, macht Helmke deutlich. Ausgeruht werden darf sich aber weiterhin nicht, weshalb auch die Intensität im Training hoch ist. „Diese Woche haben wir im läuferischen Bereich nochmal was gemacht und wollen Kraft für die nächsten Wochen haben“.

Vor und während Ostern haben die Hünfelder zwei Wochen frei, davor stehen mit Eddersheim, Wolfhagen und Waldgirmes noch drei Herausforderungen an. „Da wollen wir natürlich so viele Punkte wie möglich sammeln“. Auf die Tabelle schaue zwar jeder, das sei auch normal, doch blenden lässt sich niemand – obwohl Darmstadt spielfrei hat und Alzenau und Waldgirmes sich am Wochenende gegenseitig Punkte wegnehmen. Im besten Fall winkt der dritte Platz bei einem HSV-Sieg. „Es hebt aber niemand ab“, so Helmke. Der Fokus liege auf einer stabilen Defensive, wenn es gegen den FCE um 17-Tore-Mann Halil Ibrahim Yilmaz geht. Der Ex-Fuldaer Dominik Wüst steht bei bisher sieben Saisontreffern, ist aber mit einer Verletzung aktuell außer Gefecht. Doch auch offensiv könnte es ein munteres Spiel werden: Eddersheim hat mit 52 Gegentreffern schon einige kassiert – aber auch schon 53 geschossen und damit sieben mehr als Hünfeld, in zwei Spielen weniger. Beim HSV sind alle Mann an Bord, Jonas Simon hat wieder voll trainiert, auch Amaar Hussain ist zurück.

 

Hessenliga

 

Samstag

14 Uhr

Stadtallendorf – SV Steinbach

14.30 Uhr

Baunatal – Hanauer FC

15 Uhr

Fernwald – TSV Steinbach Haiger II

15.30 Uhr

Waldgirmes – Bayern Alzenau

 

Sonntag

14.30 Uhr

TuS Hornau – Weidenhausen

15 Uhr

SC Hanau – Unter-Flockenbach

Eddersheim – Hünfelder SV

Wolfhagen – VfB Marbrug

15.30 Uhr

Rot-Weiß Walldorf – Türk Gücü Friedberg