Bezirksliga: TV Hersfeld – FT Fulda 78:76 (43:39)
Der Lauf der positiven Ergebnisse von FT Fulda wurde gestoppt, allerdings belohnte sich der TV Hersfeld mit diesem Sieg ebenso für eine steigende Entwicklungskurve, nimmt man die Hinrunde als Vergleich. Zwar waren die Resultate in den vergangenen Wochen nicht immer erfolgreich, doch nun gelang den Titans im letzten Saison-Heimspiel ein versöhnlicher Abschluss.
Am Ende waren es lediglich zwei Punkte, die Niederlage führte FT-Trainer Tim Helmke, der aus organisatorischen Gründen nicht dabei war, sondern die Jugendteams betreute, auf Ausfälle in der Defense zurück: Mit Utku Coban und Leonardo Xholi fehlten zwei Säulen in der Abwehr der Red Kites krankheitsbedingt. „Sonst hatten wir Ausfälle immer über die U18 abfangen können“, so Helmke. Diesmal war aber auch die U18, die direkt vorher spielte, schon ersatzgeschwächt. Gerade Cobans Fehlen, der als U16er schon zum Leistungsträger in beiden Teams herangewachsen ist, machte sich bemerkbar.
Nach einem Viertel lag der TVH mit 24:19 vorne, zur Halbzeit konnte FT nicht wirklich aufholen. Das dritte Viertel war dann ein starkes der Fuldaer, die plötzlich mit 62:61 vorne lagen, ehe Hersfeld das Derby hintenraus wieder drehte. Unabhängig vom Ergebnis war Helmke aber zufrieden: „Die Niederlage ging voll in Ordnung. Beide Vereine sind ja kontinuierlich in ihrer Jugendarbeit, und es war schön, dass man sich dieses Wochenende gesehen hat. In Hersfeld wird gute, reibungslose Arbeit gemacht. Ein Riesen-Lob, und man sieht, dass aus der Jugend auch einiges nachkommt“, ergänzte Helmke, auch mit Respekt vor Trainerkollege Alai Barite: „Er und der Verein bieten Perspektiven, sie machen es richtig gut, auch in anderen Sportarten wie Handball“.
Beide Vereine werden auch im kommenden Jahr weiter in der Herren-Bezirksliga spielen: Hersfeld hat nun sieben Zähler auf dem Konto, FT einen Spieltag vor Saisonende 16.
TV Hersfeld: Bahn (20), Bickhardt (8), Fürthaler, Kraushaar (2), Metco (24), Schmitz (21), Schulze-Hoppe, Trickovski (3), Zaghdoud.
FT Fulda: Benna (5), Ederle (5), Endres, Hasanaj (30), Heins (24), Samanski (9), Toteski, Weßler (3).
Jugend:
Auch im Jugendbereich waren Derbys angesagt am vergangenen Wochenende: Die U18-Bezirksliga-Mannschaft des TV Hersfeld konnte sich ebenfalls zuhause gegen FT Fulda durchsetzen, 73:59 (32:29) hieß es am Ende. Beim Fuldaer Team um Coach Felix Böhle fehlte der eine oder andere Akteur, als Meister stehen die Fuldaer aber dennoch schon fest. Hersfeld schob sich mit dem Sieg auf Platz drei vor.
Das U14-Duell in der Bezirksliga mixed gewann wiederum FT Fulda mit 73:55 (39:28) beim TVH. Tim Helme kann auch mit diesem Team die Meisterschaft feiern, wenngleich er an diesem Tag auch einen Hersfelder Akteur heraushob: Morris Saunders, der in dieser Spielzeit überwiegend in der U16-Landesliga spielte, legte gegen die sonst stabile Fuldaer Defense gleich mal 30 Punkte auf. „Ein überdurchschnittliches, vielversprechendes Talent, aus guten Hersfelder Strukturen“, so Helmke, der den TVH insgesamt lobte: „Man sieht, dass da viel nachkommt und sie die Teams verjüngen können. Sie machen auch viel in AGs und Schulen“. Beim U14-Spiel traf Helmke außerdem am Schiedsgericht auf Hersfelds Herrenspieler Falco Bickhardt: „Er hat noch Jugend gespielt, als ich Trainer wurde. Es ist schön, wenn jemand so lange im Verein etwas macht“.
Den U12-Vergleich beider Teams gewann ebenfalls FT Fulda und schlug den TVH mit 85:18 (49:8) mehr als deutlich. „Das Team hat ihre Meisterschaft damit auch klargemacht“, freute sich Trainer Helmke: „Wir haben uns nach der Niederlage letzte Woche gegen CVJM rehabilitiert“.
Im U16-Bereich wurde Hersfelds Landesliga-Mannschaft nach sechs Siegen in Folge ausgebremst: Bei einer starken TG Hochheim verlor die Truppe von Sebastian Schumann auswärts mit 73:121 (35:60). Das Bezirksliga-U16-Stadtduell in Fulda wiederum gewann FT mit 74:40 (37:19) in der BGS-Halle bei den DAFKS Thunderhorses. Bei FT vertrat Eliot Hasanaj den erkrankten Coach Leonardo Xholi und freute sich über den Erfolg. Die FT-U16 ist Tabellenfünfter, DAFKS ist Sechster, nun liegen aber sechs Zähler zwischen beiden Teams.
