Der historische Friedhof am Franzosenwäldchen hat eine lange Geschichte und ist eng mit der Historie der Stadt verbunden. „Wir haben hier in der Regel nicht die Arbeiterin oder den Handwerker“, erklärte Heiler: „Hier finden sich eher Familiengräber von Menschen, die es sich leisten konnten.“ Die erste Bestattung wurde dort 1537 durchgeführt, seitdem sind neben vielen anderen Gräbern auch einige weitere Friedhöfe in der Barockstadt dazugekommen. Grund dafür sei der Platzmangel und das rapide Wachstum Fuldas gewesen, berichtete er weiter.
An der ersten Station konnten die Teilnehmer etwas über den „Hundeprinzen“ Friedrich Wilhelm Fürst von Hanau kennenlernen. Unter den Persönlichkeiten waren berühmte Musiker, Komponisten, Autoren, Ärzte und der berüchtigte Fuldaer Henker Johann Konrad Lucas, der später als Wundarzt bekannt wurde.
An vier der Stationen setzte der Cellist Maksim Fedcenko-Pietsch besondere Akzente durch thematisch zu den Personen und ihrer Geschichte passende Musikstücke. Nach der Führung gab es an einem Pavillon am Eingang eine kleine Stärkung, die wie die Musik auch, thematisch auf die Veranstaltung abgestimmt wurde. „Wir haben beispielsweise einen Metzger dabei, deswegen servieren wir Landjägerwürste“, führte Organisatorin Tina Bier aus: „Dann bewegen wir uns thematisch auch viel in Frankreich, dafür haben wir auch spezielle Weine ausgewählt. Alles passt mit den Stationen zusammen.“
