Es wird eine schwere Restrunde in Lütter – das war der TSG und Coach Rolf Gollin schon in der Winterpause bewusst. Gollin will die zwei Remis gegen Kerzell (3:3) und in Johannesberg (1:1) nicht schöner reden, als sie waren. „Klar nehmen wir das gerne mit, wenn so ein Punkt zustande kommt wie in Johannesberg. Das müssen wir kontinuierlich hinbekommen und weiter Punkte sammeln“. Denn schon mit einer Niederlage im direkten Duell gegen EES wäre die Lage wieder verschlimmert. Das will die TSG vermeiden und zuhause alles in die Waagschale werfen. „Klar ist das eine wichtige Phase, in der wir uns befinden. So viele Spiele hat man nicht, um was zu korrigieren“.
Die personelle Situation in Lütter war ohnehin schon nicht gut. Maxim Kochs Mittelfußverletzung ist nun operiert worden. Robin Jestädt fehlt mit einem Bänderriss. Dafür springen Jungs wie Kian Kreiß in die Bresche: „Er hat sich reingebissen, macht vieles richtig, muss natürlich auch noch lernen. Aber er ist super engagiert“, lobt Gollin seinen Jungspund und nimmt die Situation im Kader hin: „Wir versuchen unser Bestes und stehen das gemeinsam durch. Manchmal muss man halt was aushalten. Aber die Mannschaft hat in Johannesberg eine gute Leidenschaft an den Tag gelegt, mit der wir vieles kompensieren können. Wir waren gut in den Zweikämpfen drin und sind eng zusammengerückt“. Gegen Elters/Eckweisbach/Schwarzbach wartet nun ein richtungsweisendes Spiel am Sauerbrunnen. Doch dass es um was geht, soll auch Anreiz sein: „Das ist ja das Salz in der Suppe. Wir sind dabei. Jeder will drinbleiben, aber nicht jeder wird es“.
Kerzell setzt auf Auswärtsstärke
Parallel ist auch die SG Kerzell am Sonntagnachmittag wieder im Einsatz: Die Helvetia verbuchte ebenfalls zwei Unentschieden nach der Winterpause und liegt drei Punkte hinter Lütter. Nun soll im Auswärtsspiel beim ESV Hönebach an der A4 ein Sieg folgen. Das Hinspiel im September verlor Kerzell jedoch nach Führung noch mit 1:4. „Vier Standards“, erinnert sich Trainer Florian Günther an den Einbruch in der zweiten Hälfte. Nach zwei Einwürfen, einer Ecke und durch einen Elfmeter waren die Gegentore entstanden. „Aus dem Spiel heraus standen wir ganz gut. Wir müssen nur auf die ruhenden Bälle aufpassen und vorne mal unsere Qualitäten ausspielen. Im Training sehe ich die, das ist super, aber wir müssen sie im Spiel auch umsetzen“, fordert Günther. Der Coach kann sich auf die Rückkehr von Kapitän Tristan Niklas freuen, und will den vergebenen Möglichkeiten in den vergangenen Spielen nicht mehr hinterhertrauern: „Wenn man beide Spiele sieht, haben wir eigentlich vier Punkte verloren. Gerade Bebra war schon ernüchternd. Aber wir müssen unsere Lehren daraus ziehen und nach vorne gucken“. Außerdem setzt Günther auf den Auswärts-Faktor: Das schlechteste Heimteam aus Kerzell holte alle vier Saisonsiege in der Fremde. „Warum das so ist, ist uns selbst ein Rätsel“.
Verfolger greifen ein
Auch die Verfolger der Spitzenteams aus Oberzell/Züntersbach und Schlüchtern haben Einfluss auf den Tabellenkeller: Mit Johannesberg gastiert eines der Teams aus den Top Fünf beim Schlusslicht in Bebra, ein anderes mit der SG Freiensteinau bekommt es mit Horas zu tun. Die SG Ehrenberg wiederum fordert als Viertletzter die SG Bad Soden II heraus.
Gruppenliga
Freitag
19.30 Uhr
Schlüchtern – Hofbieber
Sonntag
15 Uhr
Lütter – Elters/Eckweisbach/Schwarzbach
Bebra – Johannesberg
Hönebach – Kerzell
Neuenstein – Künzell (in Mühlbach)
Oberzell/Züntersbach – Großenlüder (in Züntersbach)
Ehrenberg – Bad Soden II (in Wüstensachsen)
Freiensteinau – Horas
