Bereits vor der großen Aufführung konnten die Kinobesucher sich an der extra aufgestellten Fotowand ablichten lassen oder sich einen vom Team bereitgestellten Energydrink genehmigen. Langsam aber sicher zogen sie nach und nach in den Saal und nahmen ihre Plätze ein. Bevor es mit dem Film losging, richtete der Regisseur selbst noch einige Worte an die Anwesenden. „Es ist gut möglich, dass sich nach diesem Film etwas in euch verändert“, versprach er. Das Drama solle zum Nachdenken anregen und halte vielen Menschen „einen Spiegel vor“, führte er aus.
In dem Drama verarbeite Engizek auch ein Stück weit seine eigene Vergangenheit, erzählte er: „Ich war als Kind jedes Jahr auf einer anderen Schule, bin viel umgezogen.“ Dabei habe er viel Gewalt erfahren und sich oft anpassen müssen, um nicht Mobbing ausgesetzt zu sein. Später sei er dann auch mit Drogen und Kriminalität in Berührung gekommen, habe beidem aber schnell abgeschworen. „Wir wollen auch ein Stück weit ein Vorbild sein. Wir wollen zeigen, dass es auch anders geht“, hob er hervor.
Handlung von „Haps – Crime Doesn’t Pay“:
Der vermeintlich harmlose Alexander Rothstein landet wegen Drogenhandels im Knast. Draußen wartet seine frisch schwangere Freundin Julia. Als wäre das nicht schon übel genug, steckt man ihn ausgerechnet mit dem gefährlichen Russen Viktor und dem durchgeknallten Araber Khalil in eine Zelle. Alex braucht Kohle – und zwar nicht zu knapp. Nur so kann er für sein ungeborenes Kind da sein und dem Gefängnisalltag entkommen. In seiner Not wendet er sich an den kurdischen Gangsterboss Mazlum, den alle nur ‚den Holländer‘ nennen, und seinen alten Kumpel aus der Drogentherapie, Cem. Zusammen ziehen sie ein Ding auf, das weit über die Gefängnismauern hinausgeht. Doch genau als alles zu laufen scheint, verfängt sich Alex in seinem eigenen Netz. Jetzt hat er die Wahl: Entweder er geht im Strudel aus Intrigen und Verrat unter – oder er wird selbst zum Monster.
