Cornelius Roth begrüßte die Menschen in der Kirche sowie beim Livestream. Einige der Gäste hätten einen weiten Weg auf sich genommen, unter anderem sogar drei Pfarrer aus Indien. Die Zahl der Menschen sei ein Zeichen der Wertschätzung für seinen Dienst in der Gemeinde: „Wir freuen uns, dass wir nun gemeinsam diese Festmesse feiern dürfen.“
Der Geehrte sprach in seiner Predigt davon, was für ihn den Glauben an Gott ausmache. Im Alten Testament bestehe eine Ordnung nach oben hin, die Menschen würden sich ihrem Gott zuwenden und ihm Opfer bringen. Mit Jesus habe sich diese Beziehung vollkommen geändert: „Gott wird Mensch, er entäußert sich. Er gibt sich am Kreuz dem Opfer hin.“ Dies sei das Alleinstellungsmerkmal der christlichen Lehre. Der 75-Jährige ging ebenfalls auf seinen Weg in der Kirche ein: „Priester werden nicht gemacht, die sucht sich der Herr selbst.“ Er beispielsweise sei in einem sehr evangelischen Umfeld aufgewachsen, lediglich eine Person von acht Urgroßeltern sei Katholik gewesen. Unterstützung habe es von der Urgroßmutter gegeben, die ihm geraten habe, Pfarrer zu werden. Borta studierte schließlich Philosophie und Theologie in Fulda und München.
Am 23. März 1975 empfing Borta durch Bischof Dr. Eduard Schick im Hohen Dom zu Fulda die Priesterweihe. Als Kaplan ging es für ihn nach Großenlüder sowie in die Pfarrei St. Peter und Paul in Marburg, bevor er 1981 Diözesanjugendpfarrer und BDKJ-Diözesanpräses wurde. 1987 begann seine Zeit in der Pfarrei St. Bonifatius in Bad Hersfeld, 2003 übernahm er die Pfarrerstelle in der Pfarrei St. Jakobus in Hünfeld. Es folgten weitere Aufgaben in der Region Fulda, welche der Pfarrer in den Folgejahren ergriff: „Ich habe mich darauf eingelassen.“ Diese „Zumutungen“ seien für ihn im Rückblick positiv gewesen: „Ich durfte daran wachsen und reifen.“ Seit fünf Jahren hilft Borta in der Stadtpfarrei. Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst vom Stadtpfarrchor St. Simplizius Fulda unter der Leitung von Anne Rill.
