Lokales FD 26.03.2025

Fuldaer Tafel zieht erst im Oktober um – Preissteigerungen spürbar

Fulda (as) – Verzögerungen beim geplanten Umzug: Im Frühjahr 2025 sollte die Fuldaer Tafel ursprünglich in den neuen Standort am Aschenberg umziehen. Wie der Vorsitzende Stefan Schunck berichtet, müsse der Umzug nun voraussichtlich bis zum Oktober verschoben werden. Eine anhaltende Herausforderung für die Tafel seien die gestiegenen Kosten in vielen Bereichen. Spenden seien daher dringend nötig.

Der künftige Standort der Tafel am Aschenberg. Archivfotos: Justin Klenner

Schunck spricht von einer „Summe vieler einzelner Abläufe“, welche zu Verzögerungen beim Umzug geführt hätten. Dazu hätten beispielsweise Ausschreibungen und Wartezeiten bei Angeboten von Unternehmen zum Umbau gezählt. In der zweiten Jahreshälfte solle etwa zum Oktober hin der Hauptstandort in der Weserstraße nun in einen Teil des AWO-Mehrgenerationenhauses am Aschenbergplatz verlegt werden. Schwierigkeiten mit der Versorgung der Kunden würden dadurch nicht entstehen, versichert der Vorsitzende: „Wir sind noch nicht obdachlos.“ Mindestens bis zum Jahresende gelte noch der Vertrag am aktuellen Standort.

Die Fuldaer Tafel kümmert sich um etwa 700 Bedarfsgemeinschaften, was einer Zahl von rund 1800 Kundinnen und Kundinnen entspricht. Für diese Zahlen ist der Standort in der Weserstraße nicht ausreichend ausgelegt. Die Fläche im hinteren Bereich des AWO-Mehrgenerationenhauses ist rund ein Drittel größer als in der Weserstraße. Zudem wird dort eine neue Kühleinrichtung installiert werden, welche durch Spenden der Deutschen Fernsehlotterie und dem Lions Club Fulda mitfinanziert wurden. In den vergangenen Monaten habe die Tafel ebenfalls mit steigenden Preisen zu kämpfen gehabt. Das gelte sowohl für Sprit für die Transporte und Strom für die Kühltechnik als auch für andere Faktoren: „Die schlagen bei uns genauso durch.“ Durch die Inflation würde zugleich die Nachfrage bei Kundinnen und Kunden wachsen, die sich viele Lebensmittel nicht mehr leisten könnten.

Schunck teilt mit, dass die Fuldaer Tafel für ihre Arbeit auf Spenden angewiesen sei: „Wir freuen uns über jedes neue Mitglied im Verein.“ Der Jahresbeitrag liegt bei 36 Euro. Darüber hinaus würden aktuell auch Fahrer und Beifahrer gesucht, welche die Lebensmittel in den Kühltransportern zur Tafel transportieren beziehungsweise beim Be- und Entladen helfen. Die Motivation im Team sei spürbar groß, teilt der Vorsitzende mit: „Es macht allen Spaß, weil sie für einen guten Zweck arbeiten.“

Spendenkonto der Fuldaer Tafel

Sparkasse Fulda
IBAN: DE57 5305 0180 0000 0000 55
BIC:    HELADEF1FDS