Steffen Werner, stellvertretender Ausschussvorsitzender, nannte das „sehr erfreulich“. Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld ergänzte: „Es ist keine Selbstverständlichkeit, die Genehmigung so früh bekommen zu haben. Andere Kommunen beraten noch, während wir schon voll handlungsfähig sind.“ Sowohl Hans-Joachim Tritschler (SPD) als auch Martin Jehn (CWE) thematisierten in der Diskussion die Trägerschaft des Städtischen Klinikums. Jehn wünschte dabei ein stärkeres Engagement des Landkreises. OB Wingenfeld betonte dazu: „Die Debatte würde heute Abend den Rahmen sprengen. Wir stehen zur kommunalen Trägerschaft.“
Auf Antrag der Grünen, schon zum Haushalt 2024 eingebracht, sollte die Möglichkeit zum Einsatz eines Kommunalen Gebärdensprach-Avatars (KGA) für die städtische Website geprüft werden. Zwischenzeitlich wurde von der Firma Charamel dazu in Kooperation mit Kommunen aus dem gesamten Bundesgebiet eine Plattform entwickelt, auf „die Kommunen sowie Kreise zugreifen können und Inhalte KI-basiert eigenständig in Gebärdensprache generieren können“. Wie Monika Kowoll-Ferger von der Stadtverwaltung erläuterte, wurde der Vertrag um zwei Jahre verlängert und es solle abgewartet werden, wie sich das Projekt weiterentwickelt – auch was die Akzeptanz und die Abrufzahlen angeht. OB Wingenfeld ergänzte dazu, dass es ein zusätzliches Angebot in leichter Sprache sei. Die Websites der Stadt seien schon barrierefrei.
Sehr schnell abgehandelt war ein Antrag der Grünen „im Fürstensaal eine Hörunterstützung für schwerhörige Menschen zu installieren (lnduktionsschleife) und allen Zuhörerinnen und Zuhörern künftig ein Handout in digitaler oder gedruckter Form zugänglich zu machen“. Lange Zeit war es wirklich so, dass in den hinteren Reihen während der Stadtverordnetenversammlungen oft wenig zu verstehen war. Wie OB Wingenfeld erläuterte, wurde die Lautsprecheranlage entsprechend ergänzt, was laut Befragungen von Zuschauer die Probleme beseitigt habe. Ein Handout, sei es gedruckt oder digital, halte die Verwaltung für unnötig, da ausreichend Informationen auf der Website zur Verfügung gestellt würden. Ernst Sporer (Grüne) war bei beiden Anträgen damit einverstanden, dass sie damit zufriedenstellend erledigt sind.
Ute Riebold (DiePartei) hatte beantragt, das „Fulda informiert“ nur noch digital und nicht mehr in Papierform erscheint – so sei es auch schon beim Abfallkalender. Wie Wingenfeld ausführte, habe die Stadt sich „schon seit 2024 sehr stark an dem Antrag ausgerichtet“ – der erst im Februar 2025 gestellt wurde. Nur noch an wenigen Plätzen liegen die Informationen gedruckt aus. Riebold fand das immer noch zu viel: „Das ist schon einmal ein Fortschritt. Bürgerbüro und Ortsvorsteher leuchtet mir noch ein. Das es auch in der Touristeninfo, der VHS und Museen ausliegt - da weiß ich nicht ob das zielführend ist.“ Gerade an der VHS sah dies Wingenfeld anders: „Das ist der Ort, wo wir die meisten Integrationskurse ausrichten.“ Patricia Fehrmann sprach sich auch dafür aus, Bürgern ohne Internetanschluss und auch solchen die bei Mitteilungen das haptische Erleben von Lesen in gedruckter Form bevorzugen, weiter ein Angebot zu machen. Letztendlich sah Riebold den ebenfalls Antrag als schon erledigt an.
