Der Fuldaer Frauen-Regionalpokal wurde in der Vorbereitung gestartet und schon bis zum Halbfinale durchgeboxt: Ein Sieger muss zeitnah gefunden werden, denn der Hessenpokal ist schon ausgelost, dort wartet auf den Fuldaer Vertreter der Achtelfinal-Kracher gegen Regionalligst Wetzlar.
Auf dem Weg ins Finale gibt es am Mittwochabend ein Verbandsliga-Duell: Der TSV Poppenhausen, der im Abstiegskampf steckt, empfängt den VfL Eiterfeld, der dieses Jahr die Aufstiegsrelegation erreichen möchte. TSV-Trainer Andre Jannke sieht seine Mannschaft in der Underdog-Rolle: „Es sind ja klare Rollen: Wir stecken unten drin, Eiterfeld ist oben dran. Und ehrlicherweise liegt der Fokus diese Woche voll auf dem wichtigen Spiel am Wochenende“.
Sowohl für Poppenhausen wird es in der Liga am Samstag bei Wetzlars U21 richtungsweisend, als auch für den VfL Eiterfeld, der den Verfolger-Kracher beim Tabellenzweiten SV Gläserzell vor sich hat. Eiterfelds Trainer Peter Ritz will jedoch auch im Pokal ganz klar ins Finale kommen: „Wir nehmen jedes Spielwichtig. Ein Finaleinzug wäre schon eine tolle Sache für uns“. Beim Hinspiel in der Liga hatte Eiterfeld beim TSV harte Arbeit zu verrichten (2:1), ähnlich erwartet es Ritz auch am Mittwoch: „Poppenhausen spielt zuhause und ist vor allem dort eine kampfstarke Mannschaft. Das wird nicht einfach für uns“.
Zweimal gewann Eiterfeld in der Liga zuletzt nicht, in Naunheim (2:4) und gegen Landau/Wolfhagen (1:1) waren wohl auch personelle Probleme eine Ursache. „Aber das können wir ja eh nicht ändern. Es ist im Moment halt der Wurm drin. Wenn eine zurückkommt, wird die nächste krank“, schildert Ritz, will das aber nicht als Ausrede nehmen. Vielmehr gehe es um Kaltschnäuzigkeit vorne: „Wir spielen uns ja die Chancen gut heraus, besser geht es eigentlich nicht. Wir müssen sie nur nutzen, einfach cleverer und eiskalt werden“, vermisst der Coach etwas den „Knipser“-Instinkt.
Für Poppenhausen war das 3:3 in der Liga kürzlich im Kellerduell gegen Rückers zu wenig, obendrauf fiel der Ausgleich in der Nachspielzeit. „Auf das ganze Spiel gesehen, war das irgendwo gerecht. Aber klar, es wird eine schwierige Rückrunde für uns“, so Jannke. Der TSV kenne die Situation aus der Vorsaison: „Das ist nie das schönste, wenn du im Abstiegskampf steckst. Aber am Ende stehen wir hoffentlich auch noch über dem Strich“. Für das Pokalspiel werde Poppenhausen wohl etwas durchmischen, „wenngleich wir es natürlich wieder eng gestalten wollen“, sagt Jannke.
Das zweite Halbfinale steigt parallel am Mittwoch (19 Uhr) in Ilbeshausen-Hochwaldhausen: Die FSG Hoher Vogelsberg geht als krasser Außenseiter ins Duell mit dem amtierenden Hessenliga-Meister TSG Lütter. Im Viertelfinale schoss Lütter bereits Weichersbach mit 13:0 ab, die FSG haute Pilgerzell raus.
