1.FC Mittelbuchen – TSV Pilgerzell 3:0 (2:0)
Ganz anders hatte sich der TSV Pilgerzell diese Auswärtsfahrt vorgestellt: Von zwei Gegentreffern Anfang bis Mitte der ersten Halbzeit erholten sich die TSV-Fußballerinnen nicht mehr, und das ausgerechnet im direkten Duell. Mittelbuchen konnte durch den Sieg den Rückstand auf Pilgerzell auf zwei Punkte verkürzen, die Gäste sind mittlerweile seit Ende September sieglos in der Hessenliga.
Pilgerzell: Herbert, Bösch, McGilvray, Leonangeli, Happ, Steinert, E. Barth, Schad, Schlott, Krug, Wilde (Rumpf, Worch, R. Barth).
Tore: 1:0 Merve Özdemir (14.), 2:0 Merve Özdemir (20.), 3:0 Sandra Reisinger (90.+3)
TSG Lütter – TuS Großenenglis 1:1 (0:0)
Gerechtes Remis im kurzfristig angesetzten Nachholspiel: Weil der TSV Jahn Calden II zurückgezogen hatte, stand die TSG Lütter erstmal ohne Gegner da. Doch nachdem vergangene Woche das Spiel gegen Großenenglis noch ausgefallen war und die Gäste ebenfalls frei hatten, wurde nun das Duell der Vorwoche kurzerhand nachgeholt. Das 1:1 war ein gerechtes Ergebnis, befand TSG-Trainer Sebastian Groß: „Es war ein kampfbetontes Spiel ohne viele Chancen. In den ersten 20 Minuten hatte der Gegner noch mehr vom Spiel, und wir hatten ein paar Probleme. Dann sind wir besser reingekommen“. In einem ausgeglichenen Duell zum Ende des ersten Durchgangs stand es 0:0, dann erarbeitete sich die TSG Lütter in Hälfte zwei kleine Vorteile, doch das Tor schoss Großenenglis. Die TSG schlug aber direkt zurück, Verena Faulstich markierte nur zwei Minuten nach dem Rückstand den 1:1-Ausgleich. Den Sieg hatte Faulstich später nochmal am Fuß, jedoch hatte Lütter auch hinten Glück, weil die Gäste zuvor den Pfosten getroffen hatten.
Lütter: Schaab; Beck, Bahr, Jordan, Hahn, Heller, Lorenz, Henkel, Klaus, Pankow, Bott (Faulstich, Schrimpf).
Tore: 0:1 Naomi Muschalla (77.), 1:1 Verena Faulstich (79.)
Zuschauer: 60
SG Freiensteinau – Vikt. Schaafheim 1:2 (1:1)
„Das ist ein saurer Apfel, in den wir heute beißen müssen“, haderte Freiensteinaus Trainer Daniel Schöppner mit dem 1:2 gegen den Mitaufsteiger. „Gerade wenn man sieht, wie das Tor am Ende gefallen ist“. In der Schlussphase nämlich, als sich beide Teams fast neutralisiert und auf ein Remis geeinigt hatten, machte eine starke Aktion von Soraia da Silva Pareira den Unterschied: „Wir sind eigentlich im Angriff, verlieren unglücklich den Ball. Dann bringen sie die Flanke und sie nimmt den Ball außergewöhnlich runter. Das war schon klasse, aber es passt natürlich, dass das gegen uns passiert“. Die SGF kam richtig gut rein ins Spiel und zeigte eine der besten Halbzeiten der Saison. Schon früh fiel der vermeintliche Führungstreffer, der wegen Abseits nicht zählte. Dann aber belohnte sich Freiensteinau durch Annika Reutzel mit dem 1:0. Es folgten wilde Minuten: „Kaum zu glauben, wir hatten dann tatsächlich die Riesenchance aufs 2:0, dann macht die Torhüterin den Abschlag und wir kriegen im Gegenzug das 1:1“, haderte Schöppner. Noch dazu fiel der Ausgleich durch einen Sonntagsschuss in den Winkel. Nach der tollen ersten Halbzeit wurde es nach dem Seitenwechsel am Kunstrasen ein ausgeglichenes Spiel, doch eine Niederlage hatten die SGF-Mädels an diesem Tag nicht verdient. „Unsere Leistungen sind besser als die Ergebnisse“, so Schöppner: „Aber davon können wir uns natürlich nichts kaufen“. Und auch wenn die Ergebnisse im Vergleich zur Hinrunde immer besser werden, steckt die SGF weiter im Abstiegskampf. Der Lage war sich das Team aber schon in der Winterpause bewusst. Doch die Hoffnung stirbt auch in Freiensteinau bekanntlich zuletzt.
Freiensteinau: Forbes; Müller, Fritz, Fehl, Lotz, Zeller, Reutzel, Reichenauer, Baus, Korn, Heid (Wagner, Middendorf, Raschka):
Tore: 1:0 Annika Reutzel (22.), 1:1 Anna Becker (24.), 1:2 Soraia da Silva Pereira (83.)
Zuschauer: 50
