Fußball 16.03.2025

Frauen-Hessenliga - Pilgerzell mit Reaktion - Lütter stürzt Tabellenführer

Osthessen (amw/pf) – Richtige Reaktion: Nur wenige Tage nach dem Trainerwechsel konnte der TSV Pilgerzell in der Frauenfußball-Hessenliga am Samstag gegen den Tabellendritten SF BG Marburg einen Punkt in Osthessen behalten. Die erste Partie, bei der Moritz Reith als Cheftrainer an der Seitenlinie stand, endete torlos 0:0 – aber nicht aussichtslos. Die TSG Lütter gewann auswärts beim bisherigen Spitzenreiter SC Dortelweil sogar mit 1:0 (0:0). Beim neuen Primus SG Haitz wiederum verlor die SG Freiensteinau mit 0:6 (0:3).

Der TSV Pilgerzell holte einen Punkt gegen Blau-Gelb Marburg. Foto: Manfred Völler

TSV Pilgerzell – BG Marburg 0:0 (0:0)

„Ich muss ein großes Lob aussprechen, die Mannschaft hat heute alles reingehauen und sehr diszipliniert gespielt“, resümierte TSV-Coach Moritz Reith, bisheriger Co-Trainer, der nach der Trennung des Vereins mit Dominic Becker übernommen hat. Insgesamt habe die Partie zwar für beide Teams nicht besonders viele Höhepunkte geboten, aber seine Elf habe sehr gut gegen den Ball gearbeitet und viele neue Ideen direkt umgesetzt. „In der ersten Halbzeit hatten wir ein paar Chancen und in der zweiten hatte Marburg ein paar. Insgesamt war es aber eher ein Spiel im Mittelfeld“, charakterisierte Reith. Mit der Performance seiner Spielerinnen und vor allem der Verteidigung sei er insgesamt absolut zufrieden und halte dies für den ersten richtigen und wichtigen Schritt, um den Rest der Saison erfolgreich anzugehen.

Pilgerzell: Herbert; Bösch, Leonangeli, Happ, Steinert, E. Barth, Schad, Schlott, Krug, Wilde, Lüdtke (L. Groß, Hartwig, McGilvray).

Tore: -

Zuschauer: 100

 

SC Dortelweil – TSG Lütter 0:1 (0:0)

Wiedergutmachung geglückt: Die Fußballerinnen der TSG Lütter besiegten am Samstag in der Hessenliga den Tabellenführer SC Dortelweil auswärts mit 1:0. In den vergangen drei Jahren konnte das Team aus Osthessen noch nie ein Sieg gegen Dortelweil einfahren, ob in Liga oder Pokal – und die Partie in der Hinrunde hatte die Mannschaft von Sebastian Groß noch 0:8 verloren.

„Das war heute die Leistung einer geschlossenen, starken Mannschaft, die für den Sieg gekämpft hat“, erklärte der TSG-Trainer stolz. Vor allem in der ersten Halbzeit sei es ein Kampfspiel für seine Elf gewesen, doch nach der Pause habe sein Team die Kontrolle über das Spiel übernommen. „Wir haben die Gegner aus dem Rhythmus gebracht und jeden Zweikampf gewonnen“, war Groß zufrieden. Die Erlösung kam dann zehn Minuten vor Spielende: Nach einem Foul der gegnerischen Torhüterin im Strafraum gab es einen Elfmeter für die Gäste, den Lena Grosser gekonnt verwandelte.

Auf diesen Sieg sei der Coach besonders in Hinblick auf die haushohe Niederlage im vergangenen August stolz. Es sei ihm definitiv ein Anliegen gewesen, sich diese Mal gegen den SCD besser zu verkaufen, der auch die Tabellenführung mit diesem Ergebnis verlor. „Selbst eine knappe Niederlage wäre heute okay gewesen. Aber es war mir sehr wichtig, dass wir ein anderes Gesicht zeigen“, betonte der Trainer. Umso schöner sei es deshalb natürlich, dass nun die Rückfahrt mit drei Punkten im Gepäck angetreten werden könne.

Lütter: Schaab; Beck, Jordan (87. Martens), Reith, Hahn (70. Pompetzki), Lorenz, Grosser, Henkel, Klaus, Faulstich (78. Pankow), Bott.

Tor: 0:1 Lena Grosser (80., Foulelfmeter)

Zuschauer: 50

 

SG Haitz – SG Freiensteinau 6:0 (3:0)

Beim neuen Spitzenreiter war die SGF ohne Chance und geriet schon in der Anfangsphase mit 0:2 in Rückstand. Diese Hypothek war für den Rest der Partie zu groß, zwar kassierte Freiensteinau dann nur noch einen Gegentreffer bis zur Pause und hielt das 0:3 auch eine Viertelstunde nach dem Seitenwechsel noch. Dann aber machte Haitz den Sack zu. Das Hinspiel (1:2) war aus SGF-Sicht noch eng verlaufen, nun aber wird die Luft im Abstiegskampf noch dünner.

„Das war heute ein Spiel, von dem wir lernen müssen. Wir müssen uns hinterfragen und ärgern“, erklärte der Freiensteinauer Coach Daniel Schöppner nach der deutlichen Niederlage. Haitz habe die Partie verdient gewonnen, aber trotzdem sei seine Mannschaft nicht auseinandergefallen. „Die Haltung, die bei solchen Spielen gehalten werden muss und die Haltung, mit der wir jetzt in die kommenden Wochen blicken, sind besonders wichtig“, resümierte Schöppner. In den kommenden und „entscheidenden“ Wochen rechnet der Coach sich allerdings noch Chancen im Klassenkampf aus, da mehrere Spielerinnen aus Verletzungspausen zurückkehren würden.

Freiensteinau: Weiz; Raschka, Müller, Fritz, Fehl, Lotz, Zeller, Reutzel, Reichenauer, Korn, Heid (Baus, Wagner, Middendorf).

Tore: 1:0 Paula Seidel (4.), 2:0 Joline Heigl (6.), 3:0 Joline Heigl (31.), 4:0 Sina Gutermann (62.), 5:0 Julia Seufert (71.), 6:0 Antonia Wittich (80.)

Zuschauer: 100