Fußball 13.03.2025

Frauen-Hessenliga – „Neuer Impuls“: Pilgerzells Becker zieht Reißleine

Pilgerzell (jk) – Dominic Becker und der TSV Pilgerzell gehen ab sofort getrennte Wege. Nach der Negativserie von neun sieglosen Spielen in der Frauenfußball-Hessenliga zieht der Trainer die Reißleine und räumt per sofort seinen Posten. Der Verein möchte die Stelle bis zum Sommer intern besetzen, sucht parallel natürlich nach einem neuen Trainer. Co-Trainer Moritz Reith bleibt jedenfalls bis zum Saisonende an Bord.

Dominic Becker verlässt den TSV Pilgerzell schon wieder. Archivfoto: Verein

„Wir waren mit seiner Trainingsarbeit, seinen Inhalten und Arbeit sehr zufrieden und bedanken uns in aller Form bei ihm“, bedauert Frauen-Abteilungsleiter Gianni Leonangeli den Abgang Beckers. Nach der langen Negativserie des TSV setzten sich die Verantwortlichen und der Coach zusammen und kamen zu dem Entschluss, die Zusammenarbeit einvernehmlich zu beenden. „Dominic möchte damit einen Impuls setzten, um ein paar Körner aus dem Team zu holen“, so Leonangeli. Der letzte Sieg von Pilgerzell datiert von Ende September, dort siegte der TSV mit 3:1 gegen Jahn Calden II. Seitdem konnten die Osthessinnen neun Spiele am Stück nicht mehr gewinnen und holten bloß einen Punkt aus den vergangenen drei Hessenliga-Partien. Zu wenig, wenn der TSV noch den Klassenerhalt erreichen möchte.

„Wir sind seit längerer Zeit nicht mehr von der Stelle gekommen. Dementsprechend haben wir alles versucht, doch der Erfolg ist ausgeblieben“, bedauert Leonangeli. Gerade Verletzungen und krankheitsbedingte Ausfälle spielen dabei eine große Rolle. „Bei so einer Negativserie hinterfragen sich alle: Der Trainer, die Mannschaft und der Verein, wir wollten aber mit Dominic weiter machen“, kann Leonangeli die Entscheidung dennoch verstehen: „Als Trainer möchtest du auch erfolgreich sein und strebst immer das Höchste an“.

Für die restliche Saison möchte der TSV eine interne Lösung installieren. Co-Trainer Moritz Reiht, der selbst in der Verbandsliga beim FC Eichenzell spielt, bleibt dem Team bis zum Saisonende erhalten. „Er spielt aber selbst und ist daher sehr eingebunden. Er kann uns für kommendes Jahr einfach noch keine Zusage geben“, so Leonangeli weiter, der am kommenden Wochenende selbst an der Seitenlinie aushelfen wird. Nächste Woche soll voraussichtlich dann schon eine interne Lösung feststehen.