Fußball 23.03.2025

Frauen-Hessenliga – Auswärtspleiten für Pilgerzell und SGF im Keller

Wiesbaden/Kassel (jb/pf) – In der Frauenfußball-Hessenliga musste sich der TSV Pilgerzell am Samstag mit 1:3 (1:1) beim MFFC Wiesbaden geschlagen geben. Damit bleiben die Pilgerzellerinnen weiter mittendrin im Abstiegskampf. Die SG Freiensteinau kassierte ein 0:6 (0:6) beim KSV Hessen Kassel.

Archivfoto: Manfred Völler

MFFC Wiesbaden – TSV Pilgerzell 3:1 (1:1)

„Heute wäre deutlich mehr drin gewesen“, sagte Pilgerzells Verantwortlicher Gianni Leonangeli. Die Gastgeberinnen erwischten einen Blitzstart ins Spiel. Sie gingen nach nicht einmal einer Minute durch Julia Schienke in Führung. Kurz vor der Pause konnte der TSV nach einem Angriff über die rechte Seite ausgleichen: Im Sechzehner schoss Emilia Barth die Kugel ins kurze Eck.

In der zweiten Halbzeit kamen die Wiesbadenerinnen wieder stark aus der Kabine und konnten per Doppelschlag erhöhen: Schienke schnürte mit beiden Treffern ihren Dreierpack zum 3:1-Endstand. „Der Matchplan wurde durch die frühen Treffer im ersten und zweiten Durchgang zerschlagen“, haderte Leonangeli abschließend.

Pilgerzell: Herbert; Bösch, L. Groß, Mc Gilvray, Steinert, E. Barth, Schad, Schlott, Krug, Wilde, Lüdtke (63. R. Barth).

Tore: 1:0 Julia Schienke (1.), 1:1 Emilia Barth (43.), 2:1 Julia Schienke (52.), 3:1 Julia Schienke (55.)

Zuschauer: 50

 

Hessen Kassel – SG Freiensteinau 6:0 (2:0)

Wie schon vergangene Woche in Haitz hieß es 0:6 aus Sicht der SGF-Frauen. Trainer Daniel Schöppner hatte seinem Team aber eines klar mit auf den Weg gegeben: „Wichtig ist, dass wir in dieser Negativ-Phase offen und ehrlich kommunizieren und uns gemeinsam da rausarbeiten. Wichtiger als die Höhe der Ergebnisse ist auch die Art und Weise, wie wir Fußball spielen. Wir können und müssen in dieser Phase im Moment viel lernen, vielleicht auch für die Zukunft, um die Entwicklung voranzutreiben“.

Dass die SGF in Kassel mehr wollte, war kein Geheimnis. Die ersten 20 Minuten liefen auch nach dem Geschmack der Gäste, die wichtige Zweikämpfe gewinnen konnten. Dann aber fiel das 0:1 – „die Köpfe gehen im Moment natürlich schnell runter“, haderte Schöppner. Dazu kam das zweite Gegentor vor der Pause aus der Distanz. „Anscheinend ist es gerade Usus, dass jede Woche ein Weitschuss gegen uns passt“, so der Coach. In der Pause wurden einige Dinge angesprochen, Freiensteinau wechselte zweimal – und alles war nach wenigen Sekunden mit dem 0:3 wieder über den Haufen geworfen. Das Spiel war quasi gelaufen, Freiensteinau etwas von der Rolle, es folgten noch drei weitere Gegentore. „Die letzten 20 Minuten waren dann echt wieder gut – so komisch es klingt“, lobte der Trainer: „Wir hatten noch unsere Gelegenheiten, standen zweimal alleine vor der Torfrau“. Doch der Ehrentreffer wollte nicht fallen. Schöppner hob dennoch den Zusammenhalt hervor, auch über den Hessenliga-Kader hinaus: „Wir waren heute schon sehr gebeutelt, die zweite Mannschaft hat uns hervorragend unterstützt. Danke an die Mädels“.

Freiensteinau: Amrhein; Raschka, Müller, Fehl, Lotz, Reutzel, Zeller, Reichenauer, Wagner, Korn, Heid (Wahn, Herchenröder, Jöckel).

Tore: 1:0 Merret Jessen (20.), 2:0 Hanna Kuntze (37.), 3:0 Marie Wiesemann (46.), 4:0 Marie Wiesemann (55.), 5:0 Hanna Kuntze (61.), 6:0 Marie Wiesemann (67.)