Lokales FD 22.03.2025

Fairtrade-Stadt Fulda – Rezertifizierung im Stadtschloss

Fulda (as/pm) – Fairer Handel und nachhaltige Entwicklung wird in Fulda großgeschrieben. Für dieses Engagement wurde die Stadt nun am Freitag ein weiteres Mal mit dem Zertifikat „Fairtrade-Stadt“ von der Organisation „Fairtradetown Deutschland“ ausgezeichnet. Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld bedankte sich für die erneute Ehrung.

Foto: Andreas Schellenberg

Von links: Dr. Heiko Wingenfeld, Rieke Trittin, Manfred Holz und Martina Petrusch vom Agendabüro der Stadt Fulda.

Die Stadt Fulda trägt das Zertifikat bereits seit 2018. Mithilfe verschiedener Initiativen wird in der Barockstadt der Handel mit Fairtrade-Produkten unterstützt. Nun erfolgte im Marmorsaal des Stadtschlosses die Rezertifizierung. Wingenfeld berichtete davon, dass die Auszeichnung damals Ausgangspunkt für jede Menge Ideen“ gewesen sei. Die weltpolitische Lage sei in der gleichen Zeit nicht einfacher geworden. „Wir wollen einen fairen Austausch“, bekräftigte der Oberbürgermeister. Die Rezertifizierung sei ein guter Motivator, sich weiter für fairen Handel einzusetzen und das Bewusstsein dafür zu schärfen.

Fairtrade-Ehrenbotschafter Manfred Holz lobte in seiner Ansprache den enormen Einsatz aller Beteiligten hinter der „Fairtradetown“. Er appellierte an die Bevölkerung, Solidarität wieder zu einem modernen Begriff zu machen: „Um einen Beitrag für Frieden und gegen Armut zu leisten.“ In Deutschland würden viele Menschen beispielsweise in teure Kaffeemaschinen investieren, dann jedoch nur billigen Kaffee holen. Mithilfe von gerechteren Produkten könnten jedoch auch die Erzeuger ein gutes Leben führen. Daher lautete seine Devise: „Kaufen sie möglichst bio, fair, regional und saisonal.“ Holz ergänzte: „Nur, wer etwas macht, hat die Macht.“ Fulda spiele mit der Rezertifizierung wieder in der „Champions League“ beim Thema Fairtrade mit: „Danke und weiter so.“ Rieke Trittin, Geschäftsleitung des Umweltzentrums Fulda, bat um einen Applaus für alle Mitglieder der „Fairtrade-Stadt“. Sie stimmte Holz zu: „Jeder und jede kann sich für Fairtrade entscheiden.“ Das gelte nicht für Verbraucherinnen und Verbraucher, sondern auch Hotels, Gaststätten, Vereine und viele andere Gruppen. Im Anschluss hatten die Anwesenden noch Gelegenheit, sich untereinander auszutauschen und fair gehandelte Speisen und Getränke zu genießen.

Über Fairtrade Towns

Fulda gehört dem internationalen Netzwerk der Fairtrade Towns an und ist eine von über 820 Fairtrade-Towns in Deutschland. Das globale Netzwerk der Fairtrade-Towns umfasst über 2.000 Fairtrade-Towns insgesamt 36 Ländern, darunter Großbritannien, Schweden, Brasilien und der Libanon. Weitere Informationen zur Fairtrade-Towns Kampagne finden Interessierte unter www.fairtrade-towns.de

Die Fairtrade-Kampagne in Fulda wird durch eine Vielzahl von Projekten und Veranstaltungen unterstützt, darunter Informationsstände, Workshops und regionale Märkte, die faire Produkte präsentieren. Darüber hinaus arbeiten Schulen, Vereine und andere Organisationen aktiv daran, die Prinzipien des fairen Handels zu verbreiten. Jedes Jahr im September finden die Fairen Wochen statt. Diese sind das zentrale Element der Bürgerinformation. In diesem Jahr findet die Faire Woche in der Zeit vom 12. bis 26. September 2025 statt.

Weitere Informationen zur Fairtrade-Initiative in Fulda gibt es hier: www.fulda.de/unsere-stadt/fair-trade-town

Fulda als Fairtrade-Stadt rezertifiziert. Fotos: Andreas Schellenberg.