Eva Lehmann war ein jüdisches Mädchen aus Fulda, das 1939 von den Nationalsozialisten verfolgt, deportiert und schließlich ermordet wurde. Ihre Geschichte ähnle sehr der von Anne Frank, die dieses Jahr ihren 80. Todestag habe, erklärte Projektleiter Schamss Nematpur: „Wir wollten etwas zu diesem Anlass machen und stießen bei unserer Recherche auf Eva Lehmann.“ Mit dem Projekt „Wo ist Eva?“ wolle die HLSB, gemeinsam den Projektverantwortlichen der Rabanus-Maurus-Schule und Anja Listmann, Beauftragte für jüdisches Leben in Fulda, ein Andenken an ihr Leben erhalten. „Anders als bei Anne Frank, gibt es bei ihr sehr wenige Aufzeichnungen und keine Nachkommen“, erklärte Listmann und ergänzte: „Ich möchte Eva so diesem Vergessen entreißen.“ Die Idee für den Workshop ist an die Graphic Novel „Wo ist Anne Frank“ angelehnt.
Die Schüler stammen aus zwei Klassen, die beide den Grundkurs Kunst Q2. Unter der Anleitung ihrer jeweiligen Klassenlehrer Ulrich Hraský und Andrea Trapp sowie der renommierten Comic-Künstlerin Elke Renate Steiner, durften sie ihre Eindrücke bildlich verarbeiten. Dabei wurden auch verschiedene Zeichenübungen durchgeführt, bei denen sie gemeinsam an einem Bild arbeiten konnten. Dabei verarbeiteten sie die Erfahrungen, die sie in eigener Recherche, aber auch auf den Stadtführungen gesammelt hatten.
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