Lokales FD 21.03.2025

Digitalisierungsschub der Fuldaer Verwaltung: Pläne für Stadtcamping

Fulda (aw) – Egal ob Aktendigitalisierung, KI-Nutzung oder Online-Wegbeschreibung für das Stadtschloss: der Ausschuss für Digitalisierung, Wirtschaft und Verkehr der Stadtverordnetenversammlung besprach am Donnerstagabend verschiedenste Themen zur Digitalisierung. Stadtbaurat Daniel Schreiner erläuterte außerdem mehr zum Projekt „Stadtcamping“ in Fulda.

Stadtbaurat Daniel Schreiner. Fotos: Anna Weißenberger

Zu Beginn gab Amtsleiter Lothar Happ zunächst einen Überblick über den Fortschritt der Digitalisierung in der Verwaltung. „Den Posteingang konnten wir in den letzten Monaten vollständig digitalisieren. Die ganze Post wird eingescannt und dann an die entsprechende Behörde digital weitergeleitet", berichtete Happ. Für Dokumente mit Siegeln, für die ein elektrisches Siegel benötigt werde, sei die Digitalisierung allerdings noch in Arbeit. Große Fortschritte habe es laut dem Amtsleiter auch im Bereich der Onlinedienste für Bürger gegeben: „Die Ausnahmegenehmigungen, darunter zählen Anträge für Brauchtumsfeuer, Feuerwerk und Bestuhlung, gehen jetzt auch an den Start."

Auch im Bereich der „Robotic Process Automation", einer Automatisierungssoftware mit KI-Komponente, erwarte die Stadtverwaltung einen „einen großen Wurf". „Die Eingangsrechnungen werden bald größtenteils automatisch laufen", berichtete Happ, „von der Umsetzung erhoffen wir uns, dass 80 Prozent der Rechnungen vorkontiert werden." Bei lauter Fortschritten musste die Stadt in den vergangenen Monaten allerdings auch Rückschläge verkraften: „Im Bereich der KI, die als Telefonassistenz dienen sollte, haben wir leider einen bedauerlichen Rückschritt gemacht. Die Sotware war fehlerhaft und die Firma hatte uns mehr Funktionen versprochen, die nicht umgesetzt wurden."

Für die Vorstellung des digitalen Wegleitsystems hatte der Amtsleiter eine separate Präsentation vorbereitet. „Unser Stadtschloss ist recht groß und die Leute haben verschiedenste Gründe, warum sie herkommen. Die einen wollen ins Museum oder zu einem Konzert, die anderen wollen zu einem der vielen Ämter. Für jeden muss das System geeignet sein", gab Happ zu Bedenken. Für die Umsetzung eines entsprechenden Systems habe die Stadt die Firma ,,easyGuide.3dBerlin" gewinnen können. Happ erläuterte, wie das System funktionieren soll: „An jedem Eingang sollen Bildschirme angebracht werden, die schon gleich zu Beginn einen groben Überblick geben sollen. Die Wegleitung erfolgt dann durch QR-Codes, durch die man genau sieht, wo man sich gerade befindet. Dann kann man sein Ziel auf der Webside auswählen."

Zum Ende der Versammlung stellte der Stadtbaurat noch die Pläne für das Projekt „Stadtcamping" vor. Dabei soll der Wohnmobilstellplatz „Fulda-Aue“ in den kommenden Jahren zu einem Wohnmobilhafen ausgebaut werden. Mehr dazu unter:

Wohnmobilhafen und Zeltplatz - Stadt baut Camping-Angebot aus