„Care-Arbeit ist Sorgearbeit: Kinder und alter Menschen müssen versorgt werden. In den meisten Fällen übernehmen Frauen dies unbezahlt und stehen als Dankeschön am Ende mit Altersarmut da“, erklärte Gabrielle Wolf vom Frauen Netzwerk Fulda die Problematik. Care-Arbeit müsse grundlegend neu strukturiert werden. „Es muss ins Bruttosozialprodukt eingerechnet werden und fairer verteilt, damit Frauen später nicht die Verliererinnen sind“, so Wolf. Um diese Ungleichheit zu visualisieren, trugen die Frauen bedruckte Pakete durch die Stadt. Diese symbolisierten die Mehrarbeit, die sie über Jahre hinweg auch tragen mussten. „Im Jahr 2022 haben Frauen in Deutschland pro Woche durchschnittlich rund neun Stunden mehr unbezahlte Arbeit geleistet als Männer. Das entspricht einer Stunde und 19 Minuten pro Tag. Der Gender Care Gap lag damit bei 44,3 Prozent“, stand beispielsweise auf einem der Kartons geschrieben. Die anwesenden Männer trugen hingegen eindeutig kleinere Päckchen. Diese Aktion wurde musikalisch von der Trommelgruppe Fulda Süd unterstützt.
