In Fulda sind es Betonklötze vor dem Uniplatz, in Hilders Container rund um den Rathauslatz und in Gersfeld waren es Fahrzeuge, mit denen in der Rhönstadt die Route komplett abgeschirmt war, um Anschläge mit Fahrzeugen sicher zu verhindern. Bis letztes Jahr zog der Umzug auch einige Meter über die B 284. Deswegen musste er verlegt werden. Somit ging es auf kurzem Weg mehrfach im Kreis Über den Markplatz und direkt dahinter an der Schlossmauer entlang Richtung Barockkirche.
Für die nötige Musik sorgte die Stadtkapelle Gersfeld, die angeführt wurde nicht nur von ihren Dirigenten sondern auch dem Metallpferd „Don Blech“. Es folgten die „KGG blaue Funken“, die „KGG Sternchen“, das Kinderprinzenpaar Prinz Malte, der Prinz der tausend Farben und Prinzessin Karla, vom schwingenden Gardebein“ und die Minigardisten. Zum ersten Mal auf dem Zug dabei war die „Rodemicher Partyhütte“ mit dem Wagenthema „Party, Boom und Spaß“. Vor dem Prinzenwagen mit Prinz Andrè der 39., Fußballnarr mit seinem Maskottchen Attila, und Prinzessin Marlen, das Mathe-Ass hat auch beim Fasching richtig Spaß, liefen die „KGG Prinzengarde“ und die „KGC Dance Fusion“. Bei den meisten Teilnehmer sagte Steffen „Little“ Günther, der den Zug kommentierte, dazu wie lange sie schon dabei. Bei den „Zwei Schwestern“ Monika Rehm Heun und Bettina Klein kommentierte er dazu „schon fast ewig“. Auch beim Zug waren die „KGG Präsidentengarde“, die schon 25 Jahre zusammen ist – angefangen als „Purzelgarde“ und die „KGG Ex-Schebbe Weiber“ – ehemalige Gardemädels die heute den Verein im Hintergrund am Laufen halten. Selbstverständlich fehlte auch nicht der Wagen der Gardisten und die Faschingsfreunde Mosbach mit Prinz Patrick, von Wasser und Saft“ sowie Prinzessin Anne aus der Räuberhöhle. Die „Ladykracher mit ihren krachenden Gentleman“ sowie das „Weyherser Allerei“ kommen ganz ohne Verein aus.
Traditionell fehlt in Gersfeld auch nie ein Verweis auf empfundene Missstände. Auf einem Wagen war zu lesen: „Hokus Zensus Fidibus, jetzt ist die Stadt die Kohle los. Um diese wieder zu bekommen, wird’s mit der Grundsteuer genommen. Der Magistrat hat’s schnell erhöht, ‚s reicht trotzdem nicht. Das ist blöd.“ Weiter ging es auch um den Fußballverein: „Am Sportplatz hier im Erlengrund, der läuft der Ball so gar nicht rund. Zu wenig Spieler im 1. Kader, kein Spielbetrieb – Du lieber Vater. Dem Klapperstorch müsst‘ man mal stecken, mit guten Fußballern uns einzudecken.“
