Lokales FD 13.03.2025

Buntes Kulturprogramm vorgestellt – Hohe Qualität im Schlosstheater

Fulda (sk) - Auch in der Saison 2025/26 wird im Schlosstheater Fulda wieder ein umfangreiches Programm mit Angeboten für jeden Geschmack auf künstlerisch hohem Niveau angeboten. Dieses wurde vom Sozial-, Kultur- und Sportausschuss bei der Sitzung am Dienstag einstimmig beschlossen. Christoph Stibor, Leiter Theater- und Musikmanagement der Stadt Fulda, stellte einige Höhepunkte vor.

Fotos: Stefan Krug

Von links: Dr. Thomas Heiler, Dr. Albert Post, Ines Lenz von der Stadtverwaltung und Christoph Stibor.

Stibor begann mit einem Rückblick auf die vergangenen Spielzeiten, in einem „Umfeld, wo es viel Bewegung gibt – meistens leider nach unten“. Die Besuchszahlen haben sich im letzten Jahr wieder normalisiert auf hohem Stand, wobei es in der Spielzeit 2023/24 einen starken Ausschlag nach oben gab „insbesondere wegen dem starken Nachholbedarf beim ‚jungen Theater‘ durch Schulklassen“, die während der Pandemie auch hier viel versäumt hatten. Durchschnittlich seien 88 Prozent der Plätze belegt gewesen: „Ein guter Wert“. Von den insgesamt rund 32.000 Theater- und Konzertbesuchern kamen 35 Prozent aus dem Stadtgebiet, 43 Prozent aus dem Landkreis Fulda und 22 Prozent von außerhalb. Stibor plädierte für weitere Werbemaßnahmen angesichts des knappen Viertels von Besuchern von außerhalb: „Hier konnten Vielseitigkeit und Niveau des Programms ihre Strahlkraft entfalten. Dies bestätigt die Wirksamkeit der Richtung Kassel und Frankfurt ausgeweiteten Werbeaktivitäten. Es schlummert immer noch Potenzial in der Erschließung neuer Publikumsschichten.“

Die im vergangenen Jahr angehobenen Ticketpreise kommentierte Stibor: „Die spannende Frage 2024 war, wie sich die deutliche Erhöhung der Eintrittspreise auf die Nachfrage, vor allem auf die nach den Abonnements auswirken würde. Die sozial ausgewogene Strategie, nämlich die Preise der vorderen Plätze stark und die der hinteren kaum anzuheben, während die Tickets für Menschen in Ausbildung und Familien unangetastet blieben, ist aufgegangen: Die hohe Akzeptanz beim Publikum hat die Erwartungen übertroffen. Als Grund wird – etwa bei Verkaufsgesprächen im Ticketshop – einhellig die Qualität des Programms genannt.“ Dem schloss der Ausschussvorsitzende Dr. Albert Post an, angesichts der „erfreulichen Zahlen, in denen andere Städte Rückgänge zu verzeichnen haben“.

In der neuen Saison wird wieder viel geboten. Beim „Jungen Theater“ bedauerte es Stibor eher, dass altbekannte Stücke bei den Bildungspartnern am beliebtesten seien: „Märchen sind die Blockbuster.“ Geboten werde dennoch ein großes Angebot, darunter der von der Sparkasse gesponserte Theater-Lkw, welcher zu Kindergärten komme, und wo dann auf der Ladefläche ein Stück für 20 bis 25 Kinder aufgeführt wird. Weiter gebe es Familienvorstellungen, Klassenzimmerstücke, Schulvorstellungen, englische Stücke und sogar Workshops, wo die Grenzen zwischen zuschauen und darstellen verschwinden.

Im Erwachsenenbereich sind 17 Schauspielvorstellungen geplant mit einigen Highlights. Als sein persönliches nannte Stibor die „Schachnovelle“ von Stefan Zweig, aufgeführt vom Burgtheater Wien, welches erstmals in Fulda gastiert. Bei Stücken von bekannten Klassikern wie William Shakespeare, Friedrich Dürrenmatt und Erich Maria Remarque, bekannteren neuerer Autoren wie Ferdinand von Schirach und Yasmina Reza aber auch Namen, die noch nicht ganz so oft gehört wurden, sollte für jeden etwas dabei sein.

Für Freunde des musikalischen Theaters gibt es drei Opern-, vier Operetten- und vier Tanztheater-Aufführungen. Auch das Musikprogramm ist mit internationalen Künstlern und Ensembles so ausgerichtet, dass für Freunde anspruchsvoller Hörgenüsse viel geboten wird. Neben klassischen Konzerten wird auch der achte Fuldaer Gitarrenfrühling stattfinden. Für ein Sonderkonzert wird Nigel Kennedy & band kommen, der vor der Pandemie sogar für eines der Domplatzkonzerte im Gespräch war.

Kulturamtsleiter Dr. Thomas Heiler war voll des Lobs für das Programm: „Es trägt die Handschrift von Herrn Stibor, der auf Qualität setzt. Dazu braucht man auch seine guten Kontakte.“ Dr. Post sah durch das Programm und auch die gute Auslastung in den letzten Jahren auch die Sanierungskosten für das Schlosstheater in Höhe von acht Millionen Euro gerechtfertigt.

Der vollständige Spielplan: www.schlosstheater-fulda.de/spielplan/veranstaltungen