Mit einem Sieg bei den Thüringern wäre der TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell erstmals seit 2022 wieder für die TTBL-Play-offs qualifiziert. Doch es tobt ein Dreikampf in der Tabelle vor dem letzten Spieltag am Samstag, an dem alle parallel spielen: Im direkten Duell treffen sich der aktuelle Dritte Bad Königshofen und der Fünfte aus Saarbrücken. Nur wenn die Fuldaer in Mühlhausen verlieren, winkt beiden das Weiterkommen. Ansonsten nur dem Sieger. Auch auf den Plätzen eins und zwei ist es noch spannend; Ochsenhausen und Düsseldorf sind punkt- und satzgleich.
Doch der TTC tut gut daran, sich zunächst voll und ganz auf die Partie in Mühlhausen zu fokussieren. Denn der Tabellenzehnte verabschiedet sich zuhause vor eigenen Fans in die Pause und hat gar keinen Druck, für die Maberzeller hingegen steht der Play-off-Einzug und der einzige noch mögliche Titel auf dem Spiel. „Wir brauchen nicht auf andere zu gucken – nur im Falle einer Niederlage müssen wir hoffen, dass Saarbrücken auch verliert. Aber darauf wollen wir uns gar nicht verlassen“, betont Maberzells Präsident Stefan Frauenholz, der für das große Ziel Meisterschaft für die kommende Saison mit Jonathan Groth zuletzt einen weiteren Hochkaräter aus dem Hut gezaubert hatte.
Die Fuldaer sind Profis genug, um die Situation so anzunehmen, wie es vonnöten ist. „Natürlich haben wir für das entscheidende Spiel die komplette Mannschaft am Start“, kündigt Frauenholz an. Auf das Team wartet in Mühlhausen jedoch ein Hexenkessel – der TTC hat nur das Minimalkontingent an Karten bekommen, ansonsten werden die Zuschauer im Rücken des Post SV stehen. „Die Halle ist seit vier Wochen ausverkauft“, hat Frauenholz in Erfahrung gebracht: „Wir hätten gerne noch ein paar Fans mitgenommen, aber das ging nicht“. Das Hinspiel gewann Maberzell Mitte Dezember mit 3:0 – was sich deutlicher liest, als es war. Fanbo Meng und Kao gewannen jeweils Fünfsatz-Krimis, nur Dima Ovtcharov blieb ohne Satzverlust.
Nun gilt es: Ein Sieg, und die Saison ist gekrönt: „Die Play-offs waren ja unser Ziel. Wenn wir das schaffen, liegt alles andere in Gottes Hand“, so Frauenholz abschließend.
