Lokales FD 07.03.2025

Bouldern-Jugendcup – Zwei Fuldaer auf nationalem Niveau top

München/Fulda (pm/pf) – Zwei Athlethen der DAV Sektion Fulda haben vergangene Woche am Deutschen Jugendcup im Bouldern teilgenommen. Neben guten Platzierungen konnte sich Teilnehmerin Cara Bachmann auch über die Aufnahme in den Hessenkader freuen.

Stark herausgefordert in den anspruchsvollen Bouldern: Hannes Leinweber (links) und Cara Bachmann von der DAV Sektion Fulda.

Sauberer Flash: Cara Bachmann erreicht sicher den Topgriff im zweiten Finalboulder.

Mit ihrem Finaleinzug beziehungsweise Podestplatz auf den offenen NRW Bouldermeisterschaften hatten sich Hannes Leinweber und Cara Bachmann von der DAV Sektion Fulda in dieser Disziplin auch für einen Start in der Kategorie U15 auf nationaler Ebene empfohlen. Schon zwei Wochen später war es nun soweit und die beiden 13-Jährigen durften beim ersten Deutschen Jugend Cup (DJC) der Saison in der ehemaligen Eissporthalle im Münchener Olympiapark ihr Können an die extra errichtete Wettkampfwand bringen.

Gestartet wurde an insgesamt sechs Boulderproblemen, die in zwei Blöcke von jeweils drei Bouldern aufgeteilt waren. Dass die vier Routenbauer mit den zum Teil für diesen Zweck neu kreierten Griffen und Volumen das Teilnehmerfeld sehr gut einschätzen konnten, zeigte sich an der guten Differenzierung der AthletInnen sowohl in der Qualifikation als auch im Finale. Neben hoch koordinativen Bewegungen gab es dabei auch immer wieder kräftige Züge an teilweise sehr kleinen Griffen im überhängenden Gelände, bei denen die AthletInnen ihre Physis und ihren Fingerstrom zeigen mussten.

Besonders hier konnte Cara Bachmann glänzen und Boulder 6 als eine von neun Athletinnen nach ganz oben klettern. Probleme hatte sie hingegen in einem Balanceboulder, in dem sie den Schwung nicht ausreichend stabilisieren konnte und knapp die Zonenwertung verpasste. Dennoch reichte das hervorragende Ergebnis von vier Flashs (= Boulder wird beim ersten Versuch durchgeklettert) und einem Top im zweiten Versuch zum Einzug ins Finale auf dem siebten Platz bei einem starken Teilnehmerfeld von über 40 Athletinnen. Hannes konnte erkältungsbedingt nicht alle Kräfte mobilisieren und tat sich vor allem in den physischen Bouldern schwerer. Zwar konnte er sich zwei Zonenwertungen direkt im ersten Versuch sichern, für einen Top fehlten jedoch die Reserven und er stürzte beim Zug zum Topgriff in Boulder 2 und erlangte in dem Teilnehmerfeld einen starken 32. Platz.

Im Finale wurden den AthletInnen vier neue Boulderprobleme gestellt, die nach einer achtminütigen gemeinsamen Besichtigungszeit im Onsightmodus (= Boulder muss geklettert werden, ohne dass man anderen Kletternden beim Klettern zusehen darf) zu bewältigen waren, sodass sich die Finalteilnehmenden keine Lösungsideen voneinander abschauen konnten. Sowohl bei den Jungs als auch bei den Mädels selektierten die Boulder perfekt und nur die jeweiligen Gewinner konnten alle Boulder lösen. Nach Schwierigkeiten im ersten Boulder konnte Cara das zweite Problem mit einem Flash sehr schnell und sicher lösen. Auch im dritten Boulder erreichte sie schnell die Zonenwertung, konnte aber am Ende den Zielgriff mit der zweiten Hand nicht fixieren, um die Topwertung zu erhalten. Dennoch verbesserte sie sich im Finale leicht und konnte sich dadurch neben einem hervorragenden sechsten Platz auch über die Aufnahme in den Hessenkader freuen.