osthessen-lady.de 21.03.2025

Battle of Barock – Peuster opfert vieles – „Brauche harten Ton“

Dirlos/Bad Salzschlirf (pf) – Tausende Zuschauer, kochende Atmosphäre – und Miriam Peuster im Ring: Am 5. April ist es so weit, die Amateurkämpfe beim vierten Battle of Barock steigen in der Esperantohalle. Etwas mehr als zwei Wochen vor dem großen Abend gibt die Kämpferin aus Bad Salzschlirf Einblicke in die finale Trainingsphase und ihre Erwartungen.

Miriam Peuster befindet sich mit Trainer Mario Dimitroff in den letzten Trainingswochen. Fotos: Christine Görlich

Foto: Veranstalter

„Ich lasse es auf mich zukommen“, schmunzelt Peuster, die sich noch nicht viele Gedanken über den Ablauf des Abends macht, vom Frühstück bis zum Umziehen, vom Einlauf bis zum letzten Gong. „Ich war selbst ja noch gar nicht auf so einer Veranstaltung und will mir da auch nicht groß Gedanken machen oder mich damit stressen“, gibt sie zu: Vertrauen in den Coach ist ohnehin da, Mario Dimitroff wird ihr die letzten Tipps bis zum 5. April noch mit auf den Weg geben.

Bis dahin steht noch hartes Training an. Auf der Zielgeraden besonders eins: „Sparring, Sparring, Sparring“, gibt Peuster Einblicke in die Einheiten in Dimitroffs Boxplatz. „Wir arbeiten noch an ein paar kleinen Details, die man noch falsch macht, oder der Schnelligkeit. Aber es geht hauptsächlich um Sparring. Dass du die Abläufe im Kopf hast, weißt, wenn die Zeit um ist und du in die Ecke gehen musst“. Dimitroff unterstütze sie dabei bestens, auch am Tag x hofft Peuster auf Feedback vom Profi. Und zwar lautstark: „Ich schätze ihn schon so ein, dass er sich da bemerkbar machen wird. Er ist einer von der alten Schule und auch im Training laut. Ich brauche diesen harten Ton auch, um in der Spur zu laufen“, so Peuster.

Aus ihrem Umfeld hätten sich bereits einige angekündigt, um der Kampf-Show beizuwohnen. Doch Peuster grenzt ein: „Die Wichtigsten für mich sind meine Frau und meine Mutter. Wenn ich gewinne, sind sie hoffentlich nah dran, dass sie direkt zu mir in den Ring können“. Um das zu erreichen, wolle sie bis zum Kampf weiter hart arbeiten. Die Fortschritte bislang stellen sie zufrieden: „Es gab Wochen, da war ich fünf oder sechs Mal bei Mario. Es ist kein normales Leben mehr“, schmunzelt Peuster: „Ich frage mich jetzt schon, was ich mit der Freizeit nach dem Kampf anfangen soll“. Nach der Umstellung ist sie mittlerweile im Kampfmodus und wolle nach dem Event beim Boxen bleiben, allerdings nicht in diesem Umfang: „Es ist ein lachendes und ein weinendes Auge. Einerseits ist man hier voll im Fokus, ich verstehe mich im Training mit den Leuten super, wie in einer Clique. Andererseits hat jeder von uns Kämpfern viel geopfert aktuell, das ist schon sehr fordernd. Natürlich leidet privat auch viel darunter. Hut ab an alle, die das mitmachen“.

 

Viele Tickets sind bereits vergriffen!

Wenn am 5. April die Amateur-Kämpfer und auch die Profis um Sergej Braun in den Ring steigen, wird die Esperantohalle wieder Kopf stehen. Noch gibt es Tickets, doch die Halle ist schon sehr gut gefüllt. Karten gibt es online bei Eventim unter diesem Link.