Das heißt: Die Zeiger, insofern solche vorhanden sind, wandern um 2 Uhr ohne Zeitverlust auf 3 Uhr. Uns geht somit eine Stunde Schlaf verloren - und wir weisen auch in diesem Jahr darauf hin: Bitte aufpassen, dass am Sonntag niemand eine Stunde zu spät zur Kirche, zum Sport oder zu einem anderen Treffen kommt.
Eingeführt wurde die Zeitumstellung erstmals am 30. April 1916 im Deutschen Reich, in Österreich-Ungarn und noch im selben Jahr auch in Irland. Im Jahr 1975 beschlossen die meisten Länder der damaligen Europäischen Gemeinschaft die Einführung der Sommerzeit. Die Umsetzung erfolgte ab 1977. Nach der Ölkrise 1973 sollte durch eine bessere Nutzung des Tageslichtes Energie gespart werden. Ende 1994 wurden die unterschiedlichen Sommerzeitregelungen in der Europäischen Union vereinheitlicht. Die einheitliche Sommerzeit gilt seitdem in allen EU-Mitgliedsstaaten einschließlich ihrer Landesteile, die in der Nähe von Europa liegen.
Gefahr von Wildunfällen steigt – ADC warnt
Mit der Zeitumstellung verlängert sich der Zeitraum, in dem der morgendliche Berufsverkehr in der Dämmerung stattfindet. Zu dieser frühen Stunde ist das Wild unterwegs, das weder Sommer- noch Winterzeit kennt. Vor allem Rehe werden jetzt im Frühjahr richtig aktiv und suchen vermehrt nach neuen Futterplätzen mit frischem Grün. Dabei kreuzen sie häufig die Straße. Laut den deutschen Autoversicherern wurden 2023 rund 282.000 Wildunfälle bundesweit registriert. Im Frühjahr und Herbst ist die Zahl der Wildunfälle besonders hoch.
Der ADAC Hessen-Thüringen rät Autofahrern auf Landstraßen, die durch Wälder und Gebiete mit dichtem Randbewuchs an den Fahrbahnen führen, besonders aufmerksam und bremsbereit unterwegs zu sein – auch dann, wenn keine Schilder auf Wildwechsel hinweisen.
Fernlicht ausschalten
Stehen Tiere auf oder neben der Straße, sollten Autofahrer bremsen, hupen und das Licht abblenden, um die Wildtiere zu vertreiben. „Besonders gefährlich in solchen Situationen sind plötzliche Manöver, um Wildtieren auszuweichen“, warnt Wolfgang Herda. „Dadurch riskiert man Unfälle mit dem Gegenverkehr oder das Abkommen von der Fahrbahn bzw. einen Aufprall auf einem Baum.“
Da es sich bei vielen Wildtieren, wie Rehen, Hirschen oder Wildschweinen um Rudeltiere handelt, sollten Autofahrer nach der Sichtung eines Tieres besonders vorsichtig weiterfahren ? weitere Tiere könnten folgen. Ist ein Zusammenstoß unvermeidbar, gilt es das Lenkrad möglichst gerade zu halten und kräftig zu bremsen. Nach einem Wildunfall muss die Unfallstelle abgesichert sowie Polizei und Jäger informiert werden. „Für die Schadensregulierung mit der Versicherung ist eine Wildunfallbescheinigung notwendig. Diese wird von der Polizei oder dem Jagdpächter bereits am Unfallort ausgestellt und muss der Versicherung vorgelegt werden“, so Wolfgang Herda.
Übrigens: Verletzte oder tote Tiere dürfen nicht mitgenommen werden. Wer so handelt, riskiert eine Anzeige wegen Wilderei.
