Lokales FD 08.03.2025

71 neue Gesellinnen bei drei Innungen – Freisprechung in Künzell

Künzell (fp) – 71 frischgebackene Gesellinnen und Gesellen wurden am Freitagabend von gleich drei Innungen freigesprochen und erhielten im Gemeindezentrum Künzell feierlich ihre Gesellenbriefe. Insgesamt 52 stammten aus dem Bereich Kraftfahrzeuggewerbe, 14 aus dem Bereich Metallbearbeitung und fünf aus dem Bereich Karosseriebau.

Foto: Felix Pillat

Foto: Felix Pillat

Das Gemeindezentrum in Künzell war am Freitagabend gut gefüllt mit jungen Handwerkern und ihren Familien. Gespannt warteten sie darauf, auf die Bühne gerufen zu werden und ihren Gesellenbrief zu erhalten. „Ihr habt es geschafft. Der Prüfungsstress liegt hinter euch. Ihr habt die Gesellenprüfung bestanden. Darauf könnt ihr stolz sein“, gratulierte Sabine Räth, die an diesem Abend die Veranstaltung moderierte: „Diesen Meilenstein möchten wir heute mit euch feiern.“ Dazu rief sie die drei Obermeister der vergebenden Innungen auf die Bühne, die ebenfalls lobende Worte für die Absolventen fanden.

„Ich freue mich, dass ihr euch für einen Beruf entschieden habt, der so unglaublich vielfältig und zukunftssicher ist“, sagte Thorsten Krämer, Obermeister der Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Fulda, und fügte an: „So viele junge Gesellen in diesem Beruf zu sehen, macht mir Mut, dass das Handwerk gut für die Zukunft aufgestellt ist.“

Stefan Gensler, Obermeister der Karosserie- und Fahrzeugbauer-Innung, mahnte trotz der Leistungen zur Vorsicht. „Natürlich könnt ihr stolz darauf sein. Das ist ein toller Erfolg. Aber man sollte sich jetzt nicht entspannt zurücklehnen, sondern man sollte wirklich dran bleiben“, appellierte er. Gerade dieser handwerkliche Bereich verändere sich stetig und schnell. „Früher haben wir Autos aus Blech gebaut. Heute müssen wir gucken, dass wir überhaupt ein Blech finden“, scherzte er. Diese Entwicklung stelle viele Herausforderungen für die kommenden Generationen der Handwerker dar.

Auch Gerhard Hoffmann, Obermeister der Metall-Innung Fulda-Hünfeld, gratulierte den Gesellinnen und Gesellen zu diesem großen Erfolg. Er begrüßte zusätzlich die vielen Ehrengäste, die sich im Publikum befanden. Gekommen waren unter anderem Landtagsabgeordneter Sebastian Müller, Fuldas Stadtrat Stefan Grauel, Landrat Bernd Woide, sowie Ulrike Vogler, Schulleiterin der Ferdinand-Braun-Schule, Michael Franke, Leiter des Fachbereichs Mobilität, Gabriele Leipold, Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft Fulda und ihre Stellvertreterin Silke Eiter.

Vor der offiziellen Vergabe der Gesellenbriefe fand unter dem Motto „Was wir tun, macht uns…“ mit den drei Obermeistern und drei Gesellen ihrer Innungen statt. Gemeinsam sprachen sie über die Zukunft des Handwerks und der Innungen, Wünsche an die Politik und natürlich auch darüber, was Auszubildende in ihrem Beruf begeistert. Dann sprach Thorsten Krämer, diesmal in seiner Position als Kreishandwerksmeister, den offiziellen Freispruch für die Gesellen und übergab die Urkunden. Zusätzlich zur allgemeinen Vergabe der Gesellenbriefe wurden auch jeweils die besten Absolventen aus den Innungen ausgezeichnet.

Die drei Besten der Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Fulda:

Nick Wilfert, Deisenroth & Söhne GmbH & Co. KG, Hünfeld

Niclas Klein, Wolfgang Deisenroth GmbH & Co. KG, Rasdorf

Lara Stolz, EDAG Engineering GmbH, Fulda

Die beiden Besten der Karosserie- und Fahrzeugbauer-Innung-Osthessen:

Moritz Günther, EDAG Engineering GmbH, Fulda

Julian Barth, EDAG Engineering GmbH, Fulda

Die drei Besten der Metall-Innung Fulda-Hünfeld:

Thomas Arzt, Helker Form und Design GmbH, Fulda

Quint Werners, Wolfgang Schüßler Metallbau, Gersfeld

Sean Peterson, Helker Form und Design GmbH, Fulda

Freisprechungsfeier dreier Innungen in Künzell. Fotos: Felix Pillat