osthessen-fasching.de 04.03.2025

70.000 Zuschauer feiern im Sonnenschein – Romo in Fulda – Fotos

Fulda (gü) – Der Fuldaer Rosenmontagsumzug hat wieder rund 70.000 Narren in die Stadt gelockt, die gemeinsam Straßenkarneval feierten. Gut 4000 Aktive starteten am Bahnhof und zogen bei strahlendem Sonnenschein unter dem Jubel der fastnachtsbegeisterten Zuschauer vom Bahnhof aus bis in die Unterstadt.

Der Prinz und seine Mannschaft schunkeln sich warm. Fotos: Ralph Görlich.

Die Kamelle flogen von den Wagen, viele Zuschauer hatten sich bunt kostümiert, es wurde gesungen und gefeiert. Wegen der Waffenverbotszone in diesem Jahr ohne vorangegangene Böllerschüsse aus der Kanone, startete der närrische Lindwurm wie gewohnt am Bahnhofsvorplatz. Stattdessen schlug der Prinz elfmal eine grün-rote Startklappe, wie sie in der Leichtathletik zum Einsatz kommt, zusammen. Von dort aus zogen die 51 Wagen, 20 Musikgruppen und 183 Fußgruppen die Bahnhofstraße runter über die Rabanusstraße und vorbei am Stadtschloss über die Friedrichstraße und den Buttermarkt bis ins Bermudadreieck. Zehntausende Zuschauer drängten sich hinter den Absperrgittern am Straßenrand und feierten eine große Party. Bei blauem Himmel und in der Sonne fast schon frühlingshaften Temperaturen waren die Wetterbedingungen in diesem Jahr perfekt.

Viele der Besucher hatten sich verkleidet, so liefen Piloten, Superhelden, Zeichentrickfiguren und allerlei Tiere durch die Innenstadt – kleine und große Fastnachtsfans hatten sich einiges einfallen lassen. Die Aktiven hatten wieder viel Herzblut in die Gestaltung ihrer Motivwagen gesteckt. Die Vereine und Gruppen griffen dabei auch Themen aus Politik und Gesellschaft auf, zum Beispiel die Grabschmuck fressenden Rehe auf dem Zentralfriedhof oder eine schon mehrfach ins Gespräch gebrachte Seilbahn. Zum ersten Mal hatte die FKG im Vorfeld zudem einen Karikaturenwettbewerb ausgerufen.

Mit dabei waren in diesem Jahr neben dem Fuldaer Prinzen Johannes Caravanicus LXXXII. (Johannes Günther) und seiner Mannschaft auch wieder die Tollitäten der Fuldaer Randstaaten und vieler weiterer Vereine, wie zum Beispiel der Künzeller Bürgermeister und Prinz Timo LXIX (Timo Zentgraf). Auf dem FKG-Wagen fuhr unter anderem Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld mit und auf dem Motivwagen von antonius, der eine Pappmaché-Figur von Björn Höcke zeigte, die eine „Inklusions-Spritze“ verpasst bekam, waren Musiker und Entertainer Guildo Horn und Addi Molling, musikalischer Leiter und Keyboarder der Orthopädischen Strümpfe und ein „Föllsche Jung“, mit dabei. Um den Umzug für alle sicher zu gestalten, warn an den Zufahrten Linienbusse quer auf die Straße gestellt worden. Größere Zwischenfälle gab es keine, einmal musste der Zug wegen eines medizinischen Notfalls in der Bahnhofstraße aber kurz stoppen.