Farbenfrohe Gemälde, in denen teils in Gold oder mit starken Kontrasten geometrische Formen aufgenommen werden, Akt-Zeichnungen und -Gemälde, leuchtende Landschaften, Skizzen mit Ansichten aus Stadt und Natur, Bleistiftzeichnungen mit weichen Grauverläufen oder kleine Zauberwesen aus Filz – die Bandbreite, die zu sehen ist, ist groß. Ein Werk wurde erst während der Eröffnung enthüllt: Theisen hatte eine Karikatur von Ortsvorsteher Rainer Klüber gezeichnet.
„Es freut mich immer wieder, dass so viele Künstlerinnen und Künstler sich dafür interessieren, hier bei uns auszustellen“, sagte Klüber, der die Gäste begrüßte: „Dass wir so vielen Künstlerinnen und Künstlern eine Plattform geben dürfen, das macht mich stolz.“ Kreisbeigeordneter Joachim Janshen blickte auf die Anfänge der Dirloser Kunsttage zurück, die schon vor 35 Jahren waren – dreimal hatte wegen Corona pausiert werden müssen. Als damals das neue Bürgerhaus fertig wurde, habe der Ortsbeirat überlegt, wie das Haus mit Leben gefüllt werden könne. Das ehrenamtliche Engagement, das seit damals immer wieder in die Organisation gesteckt werde, sei hoch zu bewerten.
Dass die Dirloser Kunsttage etwas Besonderes seien, hob auch Bürgermeister Timo Zentgraf hervor und machte es unter anderem daran fest, dass gleich drei Künzeller Bürgermeister zur Eröffnung gekommen waren: Er selbst sein Amtsvorgänger Peter Meinecke und dessen Vorgänger Ehrenbürgermeister Hermann Brück. „Ich glaube das zeigt die Stellung dieser Kunsttage hier in Dirlos, unserem Künstlerdorf Dirlos“, so Zentgraf, der auch auf die Ausstellung selbst einging: „Es ist schön kunterbunt, wir haben wirklich ganz vielfältige Exponate.“ Er wies zudem darauf hin, dass es nicht nur eine Ausstellung sei, sondern die Werke auch verkauft würden. Vom Organisationsteam um Michael Hämel wurden schließlich die einzelnen Künstler vorgestellt. Hämel freute sich über die gute Resonanz schon bei der Vernissage: „Es macht schon Spaß, wenn man sieht, es wird jedes Jahr gut angenommen und es wird immer besser angenommen.“ Musikalisch eingeleitet wurde die Eröffnung von Zitterspieler Johannes Schubert, zudem gab das Duo Alexandra Pesold und Michael Kusch einen kleinen Vorgeschmack auf Samstagabend.
Über die Künstler
Für die Künstlerin Bärbel Suppes ist die Welt bunt. Kunst ist ihre große Leidenschaft. Die Naturverbundenheit und die Kreativität begleiten sie schon ein Leben lang. Bereits in ihrer Kindheit war sie von Farben, Kunst und Malerei fasziniert. Ihre Kunst findet auf vielfältigen Medien Platz, von Leinwänden bis hin zu Möbelstücken. Ein zentrales Element ihrer Arbeiten ist die Geometrie. Diese ist überall zu finden, in der Natur, der Architektur, der Kunst und der Physik.
Martina Theisen studierte in Mainz Kommunikations-Design mit den Schwerpunkten Fotografie und Illustration. Im Jahr 2000 gewann sie einen bundesweiten Wettbewerb im Bereich Kindermedien/Charakter-Design, indem sie Zeichentrickfiguren entwickelte, die dann im Format „Marvi-Hämmer und seine Worldreporter“ im ZDF/Kika ausgestrahlt wurden und eine Nominierung für den Grimme-Preis erhielten. Beruflich wie künstlerisch ist Humor ihre liebste Zutat. Als Illustratorin hat sie mehr als 60 Kinderbücher im In- und Ausland veröffentlicht und dabei am liebsten freche Charaktere entwickelt.
Jutta Schwab ist eine bunte, lebenslustige, kreative und filzverrückte Person, die gerne neues ausprobiert. Wenn sie beim Filzen die Wolle zwischen ihren Händen hält, taucht sie in eine Welt ein, die sie Raum und Zeit vergessen lässt. Stets ist sie auf der Suche nach neuen Inspirationen und Herausforderungen. Kreatives Arbeiten ist schon immer ihr Lebenselixier. Ihre handgefilzten Kunstwerke sind alle Unikate. Sie entstehen mit viel Liebe zum Detail, einer Prise Feenstaub und ihrer Leidenschaft für die Filzkunst.
Die kreative Arbeit von Wolf Mihm, begann auf der Bühne – als Musiker, Sänger, Kabarettist und Regisseur im Kleinkunstbereich. Parallel zur Bühnenkunst entwickelte er seine Leidenschaft für das Zeichnen und Malen. An freien Kunstakademien sowie der Academy of Fine Art Germany vertiefte er seine Techniken mit besonderem Fokus auf die menschliche Figur. Die Wechselwirkungen von Licht und Schatten, das Spannungsfeld zwischen dem, was sichtbar wird und dem, was verborgen bleibt, sind zentrale Elemente seiner bildenden Kunst. Seine Arbeiten zeugen von einem tiefen Interesse an der Kommunikation zwischen Formen, Bewegungen und Emotionen.
Die diesjährige Nachwuchskünstlerin Jona-Mae Henning ist 14 Jahre alt. Bereits im Kindergarten liebte sie es, Bilder auszumalen und sie fing schon bald darauf damit an, ihre eigenen Bilder zu erschaffen. Aktuell hat sie Bleistiftzeichnungen für sich entdeckt und bevorzugt es, mit den unterschiedlichen Druckstärken wundervolle Effekte und Helligkeitsstufen zu Papier zu bringen.
Öffnungszeiten und Programm
Samstag, 22. März:
von 14 bis 18 Uhr geöffnet
ab 14 Uhr: Betrachtung der Kunst bei Kaffee und Kuchen aus der Hausbäckerei
ab 20 Uhr: Musikalische Impressionen – Das Duo Alexandra Pesold und Michael Kusch präsentiert den Abend mit Gitarre und Gesang unter dem Namen „Son da lua – Klang des Mondes“, Eintritt frei.
Sonntag, 23. März:
von 9.30 bis 19 Uhr geöffnet
ab 14 Uhr: Betrachtung der Kunst bei Kaffee und Kuchen aus der Hausbäckerei
Montag, 24. März:
von 16 bis 18 Uhr geöffnet
