Lokales FD 08.03.2025

29 Sanitär-Gesellen freigesprochen – Feier im Fuldaer Hof – Fotos

Fulda (aw) – Nach über drei Jahren Ausbildung war es am Freitagabend so weit: fast 30 Auszubildende der Innung für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik Fulda Hünfeld bekamen in einem „vom Handwerk geprägten Gebäude“, dem neuen Saalbau des Fuldaer Hofs, ihre Gesellenbriefe überreicht. Mit Familie, Ausbildern und Lehrern wurde diese Leistung zelebriert.

Foto: Anna Weißenberger

Dieser feierliche Rahmen gab dem Prüfungsausschuss nicht nur die Gelegenheit, auf die letzten Jahre zurückzublicken, sondern den zahlreichen Absolventen noch die letzten guten Wünsche mit auf den Weg zu geben. Der Saalbau des Fuldaer Hofs war voll besetzt mit Ausbildern, Lehrern, stolzen Eltern und natürlich den frischen Junggesellen, als Obermeister Simon Liebig die Bühne betrat, um die zahlreichen Anwesenden zu begrüßen: „Ihr habt mit dem Abschluss eurer Ausbildung einen tollen Schritt geschafft und könnt sehr stolz auf euch sein. Wir feiern heute nicht das Papier, das ihr bekommt, sondern das, was ihr in den letzten Jahren gelernt habt.“ Liebig betonte im Folgenden, dass das zukünftige Berufsleben vom „Dazulernen“ geprägt sein werde und appellierte an die Junggesellen, jeder Baustelle mit ein wenig Fantasie entgegenzutreten. „Fantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt“, zitierte er zum Ende seiner Rede.

Auf diesen Ausspruch sprang der nächste Redner, Landrat Bernd Woide, sofort an: „Das Zitat finde ich sehr passend, denn zu Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik ist mein Wissen tatsächlich begrenzt, aber trotzdem möchte ich euch allen heute herzlich gratulieren.“ Er ließ es sich nicht nehmen, ebenfalls den Betrieben und Berufsschulen zu danken, ohne deren „erheblichen Aufwand und Engagement“ die 29 Junggesellen an diesem Tag nicht ihre Gesellenbriefe bekommen hätten.

Landtagsabgeordneter Thomas Hering richtete ebenfalls ein paar Worte an die Anwesenden und hatte eine klare Botschaft: „Die Politik und das Handwerk muss in den nächsten Jahren enger zusammenarbeiten denn je. Auch wenn man nicht politisch engagiert ist, brauchen wir den Input von euch Handwerkern.“ Er lobte zwar den Vorsprung, den die Region im Umgang mit Azubis hat, aber appellierte dennoch: „Machen Sie alle Werbung für das Handwerk, denn wir werden Leute wie Sie auch in Zukunft noch brauchen.“

Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses, Torsten Mathes, nutzte die Gelegenheit, um die Junggesellen auf eine kleine Zeitreise mitzunehmen. „Am Anfang war da die Freude: endlich keine Schule mehr, endlich arbeiten und Geld verdienen. Dann kamen die ersten Meckereien vom Chef und das lästige Schleppen“, begann er, „Und dann endlich die ersten Erfolge: das erste Waschbecken alleine angebracht, die erste Lötstelle, die dicht ist.“ Er beschrieb anschließend die Zwischenprüfung und die weiteren Lehrjahre, die von mehr Aufträgen, aber auch „von mehr Einläufen vom Chef“ geprägt gewesen seien und endete schließlich mit der großen Gesellenprüfung, die die 29 Absolventen erfolgreich hinter sich gebracht haben. Zwei Absolventen hatten dabei eine besonders gute Prüfung hingelegt: Philipp Barth aus Eiterfeld und Robin Bruns aus Künzell duften sich über den Titel der Prüfungsbesten freuen.

Freisprechungsfeier im Fuldaer Hof. Fotos: Anna Weißenberger