„Wir haben Grund zum Jubeln – wir sind heute 100 Jahre alt“, begrüßte Vorsitzender Markus Günther alle Anwesenden und „Geburtstagskinder“ nach der musikalischen Eröffnung durch den Musikverein. Er freue sich über das zahlreiche Erscheinen von Ehrengästen und befreundeten Vereinen und lobte den „grandiosen Zusammenhalt“ der Vereine im Rodetal. „Es ist erstaunlich, wie sich das Landschaftsbild innerhalb des letzten Jahrhunderts verändert hat“, blickte Günther zurück. Die genau 255 präsentierten Bilder würden die Vereinsgeschichte erzählen, angefangen mit der Gründung des Musikvereins von 17 Männern vor 100 Jahren. Die damals bestehenden Probleme der Welt seien heute anders gelagert, jedoch bleibe eines gleich: „Musik ist etwas Wunderbares und verbindet, mit Musik kann man den Sorgen und Nöten des Alltags für einen Augenblick entfliehen.“ Dies sei auch heute noch das Ziel des Vereines. Herausforderungen wie die allgemeine Veränderung von Freizeitangeboten oder die Corona-Pandemie hätten sie bereits erfolgreich gemeistert, weshalb Günther voller Zuversicht in die „gemeinsam gestaltbare Zukunft“ blicke.
Stadtbaurat Daniel Schreiner gratulierte dem MVM in Vertretung für Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld herzlich zu „100 Jahren voller Leidenschaft, Engagement und prägender Momente“. Trotz der langen Vereinstradition sei der Musikverein erstaunlich jung und lebendig geblieben. So habe sich der Musikverein Mittelrode zu einer Institution entwickelt, die auch außerhalb der Grenzen Fuldas bekannt sei, „Tradition pflegt und Musik lebt“. Schreiner lobte die unzähligen Stunden harter Arbeit, die stets Gemeinschaft und Freundschaft stärken würden sowie Brücken über Generationen hinweg bauen, wodurch Werte wie Zusammenhalt, Disziplin und Respekt aufrechterhalten werden würden. „Der Verein soll auch in Zukunft ein Ort der Kreativität und der Verbundenheit bleiben“, wünschte er sich.
Auch Landrat Bernd Woide betonte, dass das Engagement des Vereins nicht selbstverständlich sei, selbst in einer Region, wo die Blasmusik stets einen besonderen Stellenwert habe. In einer Gesellschaft, die immer weniger auf Andere achte, seien Zusammenarbeit und gegenseitige Rücksichtnahme essentielle Werte, die durch den Verein vermittelt werden würden.
Stadtverordnetenvorsteherin Margarete Hartmann, die quasi Nachbarin des Vereins ist, lobte alle, die mit Herzblut und Hingabe an der „Kreation eines Markenzeichens des Stadtteils“ mitarbeiten. Auch sie teile zahlreiche Kindheits- und Jugenderinnerungen mit dem Verein und schätze seine generationsübergreifende Tradition, auf deren Fortführung sie hoffe. „Ihr beglückt Menschen aus der gesamten Region und ich danke euch für diesen Beitrag für die Gesellschaft“, lobte Landtagsabgeordneter Thomas Hering. „Durch die Kreativität und Kooperation, die ihr lebt, seid ihr widerstandsfähig gegen zahlreiche Probleme dieser Zeit“, betonte er.
Auch Ortsvorsteher Steffen Krug wünschte dem MVM ein „rauschendes Fest“. „Ihr Musikerinnen und Musiker verbindet das Rodetal und seid nicht mehr wegzudenken, indem ihr stets ein Garant für gute Laune und gute Unterhaltung seid.“ Als Vertreter der örtlichen Vereine gratulierte Oliver Weißenberger dem Musikverein Mittelrode und betonte seine Wertschätzung des Fleißes und Talents aller Beteiligten: „Ich glaube, wie blicken in eine schöne Zukunft mit euch“.
