„In fremde Kulturen eintauchen, über den Tellerrand schauen und sich auf neue Erfahrungen einlassen – das sollte für alle möglich sein. Eintritt frei, kostenlose Workshops und Kinderspiele – das ist ein niedrigschwelliger Zugang zu einer faszinierend fremd wirkenden Kultur, die in Fulda doch zu Hause ist“, erklärt Melanie B. Weber, eine der drei OrganisatorInnen des Fests. „Japan mag eine kulturelle Minderheit in Fulda darstellen – aber es gehört dazu. Mit dem Fuldaer Japanfest zeigen sich die mit Japan verbundenen Vereine, die von japanischer Kultur inspirierten Kreativen, die Gastronomien, Freizeitangebote.“
„Das Fest im letzten Jahr hat so viel Resonanz erzeugt, dass wir das dieses Jahr einfach unbedingt nochmal machen mussten“, ergänzt Ana-Madalena Weber, Mitorganisatorin. Das Programm wird anders ausfallen, denn einige der Vereine, die im letzten Jahr dabei waren, sind diesmal verhindert – dafür gibt es Neuentdeckungen. Und am 15. Juni ist auch für den kulinarischen Blick über den Tellerrand gesorgt – authentisches Streetfood in moderner Interpretation wird frisch im Kreuz zubereitet.
Kampfsportvorführungen, Vortrag, Workshops, Kinderspielecke – alles kostenlos
„Uns ist wichtig, dass wirklich alle Spaß haben und etwas mit nach Hause nehmen können. Das darf nicht vom Taschengeld abhängen“, betont Weber weiter. Die Vereine und Mitwirkenden erbringen fast alles in Eigenleistung, die Werbekosten werden geringgehalten, es gibt keinen Veranstaltungsdienstleister. Ein positiver Nebeneffekt ist, dass sich so die verschiedenen Japanbegeisterten Fuldas beim gemeinsamen Anpacken besser kennenlernen. „Wir haben letztes Jahr gemerkt, dass das wichtig ist. Die Vereine leiden alle unter Mitgliederschwund, das Engagement der Menschen in ihrer Freizeit wird weniger. Der Austausch hat gutgetan, und es hat vor allem gutgetan, das Fest gemeinsam auf die Beine zu stellen. Zusammen haben wir so viel bewegt“, erinnert sich Jay Franck, Mitorganisator und Cosplayer, an die erste Auflage.
Das Programm ist abwechslungsreicher geworden: Zu den Kampfsportvorführungen kommt in diesem Jahr eine Präsentation über Bonsaikultur. Zwei Workshops befassen sich mit Kalligrafie, einer mit Manga zeichnen. „Die Nachfrage bei Kalligrafie war letztes Jahr so groß, das müssen wir dieses Jahr in zwei Workshops bündeln“, erklärt Miyuki Scholz, die sich diesmal von den japanischen Studierenden der Hochschule Fulda Verstärkung holt. Auch die Workshops sind kostenlos, die Kreativen arbeiten auf eigene Rechnung. Lediglich für das Mittagessen muss jeder selbst bezahlen – dafür gibt es authentisches japanisches Streetfood, frisch zubereitet.
Nasse Abkühlung und motorische Herausforderungen
Für Kinder sind am 15. Juni Wasserspiele auf der Terrasse (barrierefreier Zugang) aufgebaut: Hier können sich die großen und kleinen Besucher in Geschicklichkeitsspielen versuchen, die – es ist immerhin Sommer – ziemlich nass werden. Die Spiele werden auf Deutsch angeleitet, Berührungsängste braucht also niemand zu haben. Im Saal steht außerdem ein Tisch mit „Kendama“ bereit – das Geschicklichkeitsspiel war im vergangenen Jahr so beliebt gewesen, dass diesmal QR-Codes zu Tutorials bereitliegen. Um 16.15 Uhr wird auf der Mattenfläche im Saal zum Abschluss ein „Kendama“-Wettkampf ausgetragen. „Wir legen die Regeln aus, das wird eine niedrigschwellige Sache. Es geht um Spaß, um einfache Tricks, nicht um Weltmeister“, so der Veranstalter.
Einlass ist ab 13.30 Uhr, das Programm beginnt um 13.45 Uhr. Das vollständige Programm findet ihr auch über Instagram (japanfest_fulda) und auf der Website https://fuldaerjapanfest.wixsite.com/home.
