Es war eine wahre Sensation in der Eissporthalle Frankfurt: Pietreczko und Schindler hatten am Samstag ihr Zweitrundenspiel gegen England mit 8:4 geschlagen. Das englische Duo wollte nicht nur den Titel aus dem Vorjahr verteidigen, den Humphries noch mit Michael Smith geholt hatte, sondern galt auch als unbesiegbar: Mit Littler und Humphries traten die beiden Topspieler der Weltrangliste für England an.
Deutschland hatte zuvor Portugal mit 4:2 und Singapur mit 4:0 in der Gruppenphase besiegt. Am Sonntagnachmittag ging die Reise von Schindler und Pietreczko dann weiter: Gegen das australische Team um Damon Heta und Simon Whitlock hatten die beiden Deutschen größere Mühe, lagen zwischenzeitlich hinten und drehten das Viertelfinale noch nervenstark in einen 8:7-Erfolg. Damit war das Halbfinale gebucht, wo es am Sonntagabend gegen Nordirland ging. Ein Finaleinzug wäre historisch gewesen – das schaffte noch kein deutsches Team beim World Cup of Darts.
Dabei blieb es allerdings auch: Gegen die Nordiren Josh Rock und Daryl Gurney erlebte das deutsche Team dann – einen Tag nach der Sensation – ein Debakel. Mit 1:8 Legs verloren Schindler und „Pikachu“. Großen Anteil daran hatte Rock, der mit einem Drei-Dart-Average von über 100 herausstach. Nordirland zog damit erstmals in diesem Wettbewerb ins Finale ein und erwartet dort Wales oder die Niederlande.
