Infostände, Fühlstraße und Fotoaktion: Für Betroffene und Interessierte war am Klinikum ein Rundumprogramm über MS geboten. „Der heutige Tag steht ganz im Zeichen der Multiplen Sklerose und soll auch Bewusstsein für diese Erkrankung schaffen“, erklärte Priv.-Doz. Dr. Thomas Menzel, Vorstandsprecher des Klinikums Fulda. Die Aktionsbesucher konnten vor Ort umfassende Informationen über die Symptome und eine mögliche Diagnose bekommen, sich mit Betroffenen austauschen und sogar selbst einmal erfahren, wie sich MS anfühlt. „Wir sind als Klinikum Fulda sehr stolz darauf, dass wir eine tolle neurologische Abteilung haben, die sich so gut um die Betroffenen kümmert“, lobte er und appellierte in diesem Sinne: „Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass niemand der mit MS lebt, sich alleine fühlen muss.“
Auch Mitorganisatorin Tanja Stadler vom Landkreis Fulda, die selbst an MS erkrankt ist, lobte das Angebot des Klinikums Fulda. „Wir machen immer wieder die Erfahrung, dass Gespräche für Betroffene ganz wichtig sind“, stellte sie heraus. Der Dialog helfe gerade Menschen, die erst kürzlich ihre Diagnose erhalten haben, deren Konsequenzen besser zu verstehen, so Stadler.
Rund 15.000 Menschen würden deutschlandweit jährlich an MS erkranken, erklärte Prof. Dr. Breitmeier vom Gesundheitsamt Fulda: „Das ist ein großer Kreis. Deshalb ist es auch wichtig, dass Sie miteinander reden.“ Gerade die Früherkennung und Aufklärung über die Krankheit hob er als besonders wichtig hervor: „Wir müssen Betroffene schon auf dem Weg zur Diagnose und mit der Diagnose mitnehmen.“
Multiple Sklerose sei eine Erkrankung mit sehr unterschiedlichen Symptomen, erläuterte Prof. Dr. Tobias Neumann-Haefelin, Direktor der Klinik für Neurologie: „Deshalb heißt sie auch die Krankheit mit 1000 Gesichtern.“ Deswegen sei Aufklärung und Sichtbarkeit auch so wichtig, stellte er dar und lobte: „Um das wirklich mitzukriegen, was MS bedeutet, braucht es so etwas wie heute.“
Genau das zeige die Aktion wunderbar auf, führte Maja Litzenbauer von der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DKMS) Hessen, aus. Sie dankte dem Klinikum Fulda für die Gelegenheit, Aufmerksamkeit für MS zu schaffen, und lobte: „In Zeiten in denen vielerorts Versorgungsstrukturen abgebaut werden, ist es umso wichtiger, funktionierende Angebote sichtbar zu machen und zu stärken.“ Die Aktion schaffe Gelegenheit zum wertschöpfenden Austausch und Gespräche, die enorm wichtig seien für Betroffene, so Litzenbauer: „Solche Begegnungen stärken die Gemeinschaft und zeigen, wie wichtig Aufklärung und persönlich Ansprache ist.“
