Lokales FD 07.06.2025

Warnstreik bei RhönSprudel - Kundgebung vor dem Werkstor - Fotos

Weyhers (gü/pm) – Mit Fahnen, Bannern und Warnwesten ausgestattet verliehen Beschäftigte von RhönSprudel in Weyhers am Freitag den Forderungen der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) im laufenden Tarifkonflikt Nachdruck. Rund 350 Beschäftigte waren am Mittag, am Übergang zwischen Früh- und Spätschicht, zum Warnstreik aufgerufen (update).

Foto: Andreas Schellenberg.

Der Betriebsratsvorsitzende begrüßte seine Kollegen, die sich vor Tor 3 versammelten. Er rechnete mit rund 100 bis 150 Teilnehmern, die sich im Laufe des vierstündigen Warnstreiks vor dem Werksgelände versammeln würden. Alle trugen gelbe Warnwesten mit dem Aufdruck „Wir streiken“, zudem wurden große Streikbanner aufgehängt.

Die NGG verhandelt derzeit mit den Arbeitgebern über einen neuen Tarifvertrag für die Mineralbrunnenbetriebe Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland – in der Regio betrifft das die Beschäftigten von RhönSprudel in Weyhers und Förstina in Lütter. Der bisherige Lohn- und Gehaltsvertrag war fristgerecht zum 28. Februar gekündigt worden. Beim zweiten Verhandlungstermin legte die Arbeitgeberseite aus Sicht der Gewerkschaft kein akzeptables Angebot auf den Tisch. „Die Tarifkommission hat das Angebot von zwei Prozent Lohnsteigerung als absolut ungenügend zurückgewiesen. Dieses sogenannte Angebot liegt noch unterhalb der Inflationsrate“, so Andreas Kampmann, Geschäftsführer der NGG-Region Nord- und Mittelhessen im Vorfeld des Streiks in einer Pressemitteilung. Trotz der guten Branchenzahlen werde mit dem Angebot ein Reallohnverlust angeboten. „Nicht mit uns. Wir werden keinen Reallohnverlust akzeptieren“, so Kampmann. „Angesichts des drohenden Kaufkraftverlusts bleibt die NGG-Tarifkommission bei ihrer Forderung“, betonte Kampmann in der Pressemitteilung: „Wir fordern eine Erhöhung der Entgelte um 6,5 Prozent mindestens jedoch 250 Euro in einem Anschlusstarifvertrag mit einer Laufzeit von zwölf Monaten. Für die Auszubildenden fordern wir eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 125 Euro in allen Ausbildungsjahren.“ Der nächste Verhandlungstermin steht kommende Woche Donnerstag an.

Warnstreik bei RhönSprudel. Fotos: Andreas Schellenberg.