Fabio Ruppert versetzte die mitgereisten Hofbieberer Fans in Ekstase, als sein Schuss von knapp hinter der Strafraumkante als Aufsetzer im Tor einschlug: Die Führung des SVH hatte gut 80 Minuten Bestand, doch hintenraus ließen die Kräfte womöglich etwas nach – vor allem aber wollte Sandershausen sein Heimspiel im Kampf gegen den Abstieg keinesfalls verlieren. Ein Steckpass fand Yannick Billing, der in der Schlussphase eiskalt einnetzte – ob aus abseitsverdächtiger Position, hätte wohl nur ein Videobeweis aufschlüsseln können.
„Es ist wahrscheinlich das gerechte Ergebnis“, sagte SVH-Trainer Sebastian Vollmar, der dem verpassten Sieg gar nicht hinterhertrauern wollte: „Wir sind letztlich zufrieden hier mit dem Punkt. Sandershausen hatte insgesamt schon mehr Ballbesitzphasen, hat immer wieder schnell umgeschaltet. Wir hatten in der zweiten Halbzeit auch noch unsere Konter, aber haben sie nicht final zu Ende gespielt“. Auch bei Sandershausen wurde es bis auf den Treffer kaum richtig zwingend – mit Yasin Akman fehlte der beste Torschütze der TSG (16 Saisontore) beispielsweise vornedrin gesperrt.
Zumindest aber sorgte der SV Hofbieber mit einer guten Leistung, angepeitscht von vielen Fans in Rot, dafür, dass es beim Rückspiel zuhause noch um alles geht. „Wir hatten eine sehr gute Unterstützung aus dem Verein. Das hat uns sicherlich auch geholfen heute“, sagte Vollmar.
Sandershausen: John; Preilowski, Rehbein, Hebold (89. Künkler), Karademir, Schleiden (63. Kunze), Igel (46. Wissemann), Fangmeier, Billing, Mogck, Plasczyk.
SV Hofbieber: Schneider; Müller (76. Hosenfeld), Günther, Ditzel, Haas, Ruppert (83. Isert), Gradl, von Keitz, J. Budenz, Scholz, Bleuel.
Schiedsrichter: Marcus Rolbetzki (Schröck)
Tore: 0:1 Fabio Ruppert (7.), 1:1 Yannick Billing (86.)
Zuschauer: 550
