Fußball 02.06.2025

Verbandsliga-Relegation – Pure Vorfreude in Hofbieber – „Schöne Lage“

Hofbieber (pf) – Vor einem Jahr feierte der SV Hofbieber noch die Meisterschaft in der Kreisoberliga – jetzt winkt sogar der Durchmarsch: Am Montagabend um 19 Uhr steigt das Relegations-Hinspiel zur Fußball-Verbandsliga Nord, das los bescherte dem Fuldaer Vertreter die TSG Sandershausen als abstiegsbedrohtes Team. So oder so kam die Teilnahme trotz einer sportlich tollen Runde für den SVH überraschend. Jetzt aber will der ganze Verein diese Highlight-Spiele mitnehmen und genießen.

Feuchtfröhlich ging es bei der KOL-Meisterschaft vor einem Jahr zu – nun darf der SV Hofbieber Relegation zur Verbandsliga spielen. Archivfotos: Christine Görlich

Die Rhön und ihre Randgebiete sehen offenbar gerne Verbandsliga-Relegationen: Im Vorjahr war es Elters/Eckweisbach/Schwarzbach, vor wenigen Jahren waren die Duelle von Ehrenberg oder Thalau legendär – nun will der SV Hofbieber dort anknüpfen. „Letztlich war das natürlich auch für uns etwas überraschend, nachdem die offizielle Nachricht am vergangenen Sonntag vor dem Spiel in Schwarzbach kam“, so Trainer Sebastian Vollmar. Plötzlich änderte sich für Hofbieber alles, sogar der direkte Aufstieg war noch drin, nachdem Oberzell und Schlüchtern verzichteten. Am Ende wurde es die Relegation, weil Johannesberg nicht mehr patzte, doch der SVH schoss sich mit 4:1 gegen EES und dem 4:0 gegen Bebra schon mal warm.

„Wir freuen uns jetzt darauf, sowas mitnehmen zu dürfen, und hoffentlich tolle Spiele vor der Brust zu haben“, so Vollmar. Zwei sind es mindestens, danach wartet auf den Sieger ein mögliches Finale gegen Schwalmstadt oder Eintracht Baunatal. Im Gegensatz zu den Kasseler Gruppenliga-Vizemeistern hat der Fuldaer Vertreter den Verbandsligisten zugelost bekommen: Die TSG Sandershausen ist es letztlich geworden, die das entscheidende Spiel in Dörnberg nicht gewinnen konnte und nun in die Ehrenrunde muss.

„Wir haben sicherlich etwas zu gewinnen, Sandershausen was zu verlieren“, schildert Vollmar die Ausgangslage, weiß aber: „Sie sind über Jahre Verbandsligist, haben gewachsene Strukturen und eine erfahrene Mannschaft am Platz. Wir sind also nicht unbedingt der Favorit, aber damit in einer Position, die ganz schön ist und uns gut gefällt“.

Der Spieltermin montagabends sei vielleicht etwas unglücklich, die Abfahrt in Hofbieber zum Hinspiel müsse spätestens um 16.30 Uhr erfolgen, eher früher. Um 19 Uhr ist Anpfiff. Allerdings steigt das Rückspiel in Hofbieber dann direkt donnerstags drauf – gleiche Voraussetzungen also unter der Woche. „Sowas gehört dann eben auch dazu“, nimmt es Vollmar gelassen, und freut sich lieber auf die stimmungsvollen Duelle. Bis auf die länger fehlenden Elias Isert, Benjamin Ochs und Lukas Haas hat der Coach den Kader beisammen und hofft zudem auf die Budenz-Brüder. Bei Niklas Schuhmann, der beim Gruppenliga-Abschluss nach einjähriger Verletzungspause gleich mit einem Tor zurückkehrte, war dem Trainer wichtig, ist ein Einsatz noch unklar. Doch das war Vollmar nicht das Wichtigste: „Für ihn war es einfach ein super Gefühl, dass er wieder an die Mannschaft herankommt“. Und auch im Hintergrund plant der SVH fleißig: Für das Hinspiel soll ein Fanbus organisiert werden, damit Sandershausen nicht nur blau, sondern auch rot wird.

 

Relegation zur Verbandsliga Nord

Montag, 2. Juni, 19 Uhr

1.FC Schwalmstadt – GSV Eintr. Baunatal

TSG Sandershausen – SV Hofbieber

Donnerstag, 5. Juni, 19 Uhr

GSV Eintr. Baunatal – 1.FC Schwalmstadt

SV Hofbieber – TSG Sandershausen

Sonntag, 8. Juni, 15 Uhr (neutraler Platz)

Endspiel auf neutralem Platz