In den sechs Wahlbezirken, einschließlich des Briefwahlbezirks, ging die Auszählung flott. Schon weniger als eine Stunde nach Schließung der Wahllokale stand das Ergebnis fest. Echte Spannung kam dabei nicht auf – schon die erste Trendmeldung teigte über 90 Prozent für Kirchner.
Nichtsdestotrotz ist ein echter Vertrauensbeweis, mit dem sich Peter Kirchner, der im Bürgerhaus Wüstensachsen gemeinsam mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen die Auszählung verfolgte, zufrieden zeigte: „Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Es ist auch eine richtig gute Wahlbeteiligung. Nach einer Amtszeit von sechs Jahren mit so einem Ergebnis bestätigt zu werden ist eine tolle Sache. Das motiviert für die kommenden sechs Jahre.“ Für die nächsten Jahre stehen weiter viele Projekte an, so Kirchner: „Was Priorität hat ist das Thema Bauflächenmanagement, das alle die vor Ort bauen wollen auch eine Möglichkeit finden einen Bauplatz zu bekommen.“
Seine Söhne Bruno und Anton sagten das sie stolz auf ihren Vater sind: „Es macht Spaß und manchmal werden wir in der Schule auch darauf angesprochen.“ Bisher allerdings nur positiv – zumindest konnte sich keiner der beiden auf Nachfrage erinnern, das gegenüber ihnen je über den Bürgermeister geschimpft wurde.
Verkünde wurde das Ergebnis vom Ersten Beigeordneten Günter Büttner, der in seiner Gratulation betonte das er Peter Kirchner „kennengelernt hat, als jemand, der das Amt nicht als Job nimmt, sondern lebt“. Landrat Bernd Woide meint, es habe schon spannendere Wahlen gegeben: „Das es so ist, lieber Peter, liegt aber auch an Dir. Wer sollte schon gegen Dich antreten. Du bist Bürgermeister einer Gemeinde mit großen Herausforderungen, welchen DU Dich gerne stellen wirst.“ Sebastian Müller (MdL/CDU) betonte die enge Zusammenarbeit von Kommunen und dem Land Hessen, wofür Kirchner in Ehrenberg ein Garant sei: „Du lebst die Liebe zur Heimat.“
Für die Bürgermeisterkreisversammlung gratulierte Markus Röder (Hofbieber) besonders auch im Namen der anwesenden Bürgermeisterkollegen „Rhönkanzler“ Manfred Helfrich (Poppenhausen), Mario Dänner (Tann) sowie dessen gewählter Nachfolger Mathias Gelbe, Ronny Günkel (Hilders), Benjamin Reinhardt (Ebersburg) und Dr. Steffen Korell (Gersfeld). Röder sagte in Richtung Kirchner, er solle aufpassen, dass anderes neben seinem vollen Programm für die Gemeinde nicht zu kurz komme: „Besonders auch Deine Familie – man kann die Kinder nur einmal groß werden sehen.“ Das war dann durchaus ein Aspekt, der auch von den Gratulanten aus den politischen Gremien und den Ehrenberger Fraktionen genannt wurde. Erwähnenswert ist dazu der Abschluss von Kirchners Dankesrede: „Ich habe Lust weiterzumachen – ich hab da Bock drauf.“ Wobei am Wahlabend erst einmal in gemütlicher Runde gefeiert wurde. Ganz ohne enttäuschte Gesichter, wie bei manchen anderen Wahlen.
