In einer kurzen Präsentation stellte Ortsvorsteher Michael Wiegand die Ortschaft vor. So leben auf 238 Hektar mittlerweile 290 Einwohner. Etwa 24 Prozent der Bewohner sind über 60 Jahre alt und 26 Prozent unter 18 Jahre. „Und alle Altersklassen bringen sich in unserer kleinen Dorfgemeinschaft ein“, sagte Wiegand stolz. Passend zum Slogan Niederrodes „Tor zur Natur“ führte der Ortsvorsteher die Jury nach einem Kurzvideo der Dorfjugend durch die Ortschaft. Die erste Station war das Backhaus, das von zwei Bewohnern vorgestellt wurde. Nur wenige Meter entfernt stellte sich auf dem Bolzplatz die junge Generation vor. Auf einem selbstgestalteten Plakat erzählten vier Jungen, was Niederrode für sie bedeutet. Mit zwei Bussen fuhr die Jury die restlichen Stationen im Umfeld des Orts an. Dabei wurde unter anderem über Umwelt und Naturschutz, die Entwicklung der Landwirtschaft, Denkmäler, soziales Engagement und Gemeinschaft sowie die dörfliche Entwicklung und Zukunft gesprochen. Zum Ausklang gab es ein kleines Buffet auf der Streuwiese. Dort konnten die Jury traditionelle Leckereien genießen und sich austauschen.
In der Landesbewertungskommission sind Karsten Schreiber, Dr. Reinhard Kubat, Karl Koob, Dr. Maren Heincke, Anna Bühne, Annelie Bopp-Simon, Britta Schack, Hans-Werner Bender und Danny Mann, die verschiedene Verbände und Institutionen vertreten. Die Leitung hat Hiltrud Schwarze vom Regierungspräsidium Kassel. Gewinnen könnten die Dörfer Prämien zwischen 3000 bis 7000 Euro. Zudem kann die Jury vier Sonderpreise in Höhe von je 2000 Euro vergeben. 14 hessische Dörfer waren in den Regionalentscheiden erfolgreich und dürfen nun auf Landesebene teilnehmen. Anfang Juni startete die Jury mit dem Besuch der teilnehmenden Dörfer. Dabei ging es unter anderem in Ortsteile von Groß-Umstadt, Weilburg und Wächtersbach, nach Metzlos und Storndorf im Vogelsbergkreis und zum Abschluss nun nach Niederrode. Dort hatten sich die Bürger sowie die 17-köpfige Arbeitsgruppe in den vergangenen Monaten auf den Besuch vorbereitet. Im Mittelpunkt standen das Engagement der Dorfgemeinschaft und das Wettbewerbsmotto „Wo sind wir gestartet? - Was haben wir bislang erreicht? - Was tun wir für die Zukunft?". Für die Bewertung werden Projekte und Initiativen betrachtet, die entweder selbst von bürgerschaftlichen Initiativen und Ehrenamtlichen initiiert und umgesetzt wurden oder bei denen sich die Dorfgemeinschaft eingebracht hat.
