Bei heißen Sommertemperaturen steigen an den ersten beiden Tagen die Einzelwettkämpfe. Dabei treten die Männer und Frauen in insgesamt sechs Gewichtsklassen und den bekannten Disziplinen gegeneinander an. Die Gewichtsklassen bei den Männern sind U80, U90, U105, U120 und Masters U105. Die Frauen treten nur in der Klasse bis 82 Kilogramm gegeneinander an.
Unter den Teilnehmern befinden sich in diesem Jahr einige große Strongman-Namen: Bei den Frauen beispielsweise tritt erstmals in der Barockstadt Donna Moore bei der Weltmeisterschaft an und holte sich gleich am ersten Kampftag den Titel. „Donna ist eine sehr große Persönlichkeit in der Strongman-Szene. Ähnlich wie Cristiano Ronaldo im Fußball“, zeigte sich Fuldas Lokalmatador Volker Bauer begeistert. Bauer selbst unterstützt den Veranstalter in den ersten beiden Tagen als Organisator und tritt erst am Sonntag bei der Teammeisterschaft selbst an. Dabei geht er gemeinsam mit Max Wunderlich, Emanuel Piscari, Jakob Huber und Paul Hofmann für Deutschland an den Start. Nachdem die Nationalmannschaft dreimal in Folge knapp am Podium scheiterte jeweils und auf dem undankbaren vierten Platz landete, möchte Bauer das Team in diesem Jahr als Kapitän aufs Treppchen führen. „Mein Ziel und Traum ist es aber natürlich, dass Deutschland den WM-Titel holt“, so der Lokalmatador, der bei der Organisation des Events auch Unterstützung vom Kraftsport-Verein (KSV) Fulda bekommt.
Bei der „World Strongest Nation“ treten am Sonntag insgesamt sechs Nationalteams in acht Disziplinen gegeneinander an. Eine Disziplin erfordert von den Athleten nicht nur Muskelkraft, sondern auch viel Hirnschmalz. Mit vier Teilnehmern gleichzeitig müssen die Mannschaften einen extra dafür konstruierten Baumstamm mit einem Gewicht über 300 Kilogramm erst auf die Brust und anschließend über eine gewisse Zeit über den Kopf halten. Das Besondere dabei: Der Baumstamm wurde im Jahr 2000 für die erste Strongman-WM angefertigt. „Der hat nun 25 Jahre auf dem Dachboden Staub gefangen und kommt erst zum zweiten Mal zum Einsatz“, schmunzelt Bauer.
Am Samstag laufen die Einzel-Wettbewerbe auf dem Messegelände nochmal von 9 bis 20 Uhr. Der Eintritt kostet zehn Euro, für das leibliche Wohl ist gesorgt. Am Sonntag geht es dann ebenfalls ab 9 Uhr los – bis etwa 18 Uhr. Es wird gewaltig schwer und spektakulär!
