Campus 17.06.2025

Ultimate Frisbee in der Johannisau – „Werbung für die Region“

Fulda (jah) – Es war ein Highlight am Wochenende im Stadion der Stadt Fulda in der Johannisau: Die Hochschule Fulda richtete in Kooperation mit dem DAFKS Fulda die Deutschen Hochschulmeisterschaften im Ultimate Frisbee aus. 16 Mannschaften aus der gesamten Bundesrepublik kamen in der Barockstadt zusammen, den Titel sicherte sich die Wettkampfgemeinschaft München – doch wer sich mit der Sportart auskennt, weiß: Das Sportliche steht beim Ultimate Frisbee nicht ausschließlich im Vordergrund.

Das Team der Hochschule Fulda konnte sich über eine gelungene Veranstaltung freuen. Foto: Hochschule Fulda

So gab es beispielsweise auch bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften in Fulda traditionell keine Schiedsrichter: Das übernahmen die 16 teilnehmenden Mannschaften in Eigenregie. Bei vermeintlichen Regelverstößen besprechen sich die jeweiligen Teams untereinander und klären die strittigen Szenen im Dialog. Dieser „Spirit“ wird neben den Platzierungen sogar mit einem eigenen Preis geehrt – „und der ist hoch angesehen. Dabei geht es um Teamgeist und Fairplay“, klärte Maria Engler, Abteilungsleiterin des Hochschulsports der Hochschule Fulda auf: „Daran sieht man, dass es beim Ultimate Frisbee um mehr als nur Ergebnisse geht.“ Den begehrten „Spirit-Preis“ teilten sich die WG Freiburg und die WG Erlangen-Nürnberg. Sportlich stand am Ende die WG München ganz oben auf dem Treppchen, gefolgt von Tübingen und Karlsruhe. Die Hochschule Fulda stellte ebenfalls ein Team und landete auf dem 13. Platz – ein Ergebnis, mit dem sich Engler hochzufrieden zeigte: „Das ist ein Erfolg, wenn man bedenkt, was wir im Verhältnis für eine kleine Hochschule sind. Wir kommen aus keiner Stadt mit mehreren Hochschulen oder Universitäten“, verwies Engler darauf, dass es für die Hochschule Fulda nicht möglich sei, in einer Wettkampfgemeinschaft anzutreten: „Die nächste Hochschule ist von uns aus ja 100 Kilometer weg.“ Elf der 16 Mannschaften traten als Wettkampfgemeinschaft an, vereinten also Studierende mehrerer Unis oder Hochschulen in einem Team.

Insgesamt sorgten der Deutsche Hochschulsportverband als Veranstalter und die Hochschule Fulda als Ausrichter für eine rundum gelungene Veranstaltung: Über 300 Studierende aus der gesamten Bundesrepublik kamen in der Johannisau zusammen, um an dem zweitägigen Event teilnehmen zu können. Viele übernachteten dabei in Zelten und genossen auch die Atmosphäre außerhalb des Frisbee-Feldes. „Wir haben sehr viel Lob bekommen, alle waren begeistert von Fulda“, freute sich Engler abschließend über das größte Frisbeeevent, das in der Stadt bisher ausgerichtet wurde: „Das war nicht nur Werbung für Ultimate Frisbee, sondern auch für die Region.“

Ultimate Frisbee-Meisterschaft im Fuldaer Stadion. Fotos: Hochschule Fulda