Im ersten Durchgang war von einem Zwei-Klassen-Unterschied wenig zu sehen: Flieden begann trotz der tropischen Temperaturen couragiert und ging nicht unverdient in Führung. Rückkehrer Marius Kullmann eroberte den Ball und flankte von der linken Seite in die Mitte, Ronaldo Zenuni traf aus der Drehung per Volleyabnahme sehenswert ins lange Eck (21.). „Ein absolutes Traumtor“, lobte auch Trainer Christian Kreß, der seiner Mannschaft vor allem für die ersten 45 Minuten ein gutes Zeugnis ausstellte: „Natürlich hatte Alzenau insgesamt mehr Spielanteile, aber wir hatten nach Umschaltmomenten noch ein oder zwei gute Chancen.“
In der Pause tauschten die Gäste dann einmal komplett durch, Flieden hingegen hatte nur sechs Spieler auf der Bank. „Und von denen hatten einige noch keine einzige Einheit absolviert. Am Ende sind uns da dann die Kräfte ausgegangen“, konstatierte Kreß. Alzenau fand in der zweiten Halbzeit immer besser in die Partie und belohnte sich zunächst mit dem Ausgleich durch Marvin Durschang, der mit einem sehenswerten Distanzschuss aus 25 Metern flach ins Eck traf. Mit dem Schlusspfiff sorgte Marco Ferukoski dann nach einer schönen Kombination für den Siegtreffer zugunsten des Regionalligisten. „Ich bin trotzdem sehr zufrieden: Angesichts der Hitze, der begrenzten Wechseloptionen und der Qualität des Gegners war das eine sehr gute Einheit. Natürlich stand bei uns die Defensive im Fokus, aber wir haben 70 Minuten lang gut mitgehalten“, so Kreß abschließend.
Flieden: Wess; Hilgenberg, Jasching (46. Schöppner), Chahibi, Zenuni, Best (46. Zeller), Sippel, Kullmann, Friedrich, Larbig (61. Bohl), Alles.
Alzenau: Wolpert (46. Weiß); H. Boutakhrit (46. Jung), Rosenberger (46. Samardzic), Seikel (46. Durschang), Brauburger (46. Sen), Grebner (46. Ferukoski), Nsandi (46. J. Boutakhrit), Garic (46. Sarr), Fecher (46. Wilke), Bruni (46. Baumann), Trageser.
Tore: 1:0 Ronaldo Zenuni (21.), 1:1 Marvin Durschang (65.), 1:2 Marco Ferukoski (90.)
Zuschauer: 300
