Insgesamt vier Medaillen standen am Ende für den HSV unter dem Strich: Bereits in der Vorwoche überzeugte die 4x100 Meter-Staffel der Startgemeinschaft Hünfeld-Eichenzell-Flieden und sicherte sich die Hessenmeisterschaft. Die Erwartungen waren entsprechend groß – und die Staffel, ausschließlich bestehend aus Athletinnen des HSV, lieferte erneut ab: Nika Marie Henkel, Lotte Schwarz, Svea Witzel und Emma Röhrdanz, die als letzte Läuferin vor allem im Schlusssprint auftrumpfen konnte, ließen der Konkurrenz erneut keine Chance. Mit einer Zeit von 48,84 Sekunden sicherte sich die Staffel überlegen Platz eins – und stellte nebenbei noch eine neue Deutsche Bestleistung 2025 auf. Röhrdanz war zusammen mit Amelie Witzel bereits am Samstagmittag im Hürdenlauf am Start, hier wäre eine Finalteilnahme des HSV-Nachwuchses aber zumindest eine kleine Überraschung gewesen, die am Ende ausblieb. Beide scheiterten, teilweise unter starkem Gegenwind, im Vorlauf.
Am zweiten Wettkampftag im baden-württembergischen Kandel sollten noch einmal drei weitere Podestplatzierungen für den HSV dazukommen: Wieder ging Amelie Witzel an den Start, diesmal im Hochsprung. Witzel startete mit einer Höhe von 1,50 Metern, nach über zwei Stunden Wettkampf war dann bei 1,67 Metern Schluss – was zwar für den dritten Platz reichte, am Ende fehlte Witzel aber nur ein Zentimeter zur Norm für die Deutschen Meisterschaften. Weiter ging es mit der Königsdisziplin, dem Sprint über 100 Meter. Hier gingen die Staffelsieger vom Vortag, Emma Röhrdanz, Lotte Schwarz und Nika Marie Henkel an den Start. Svea Witzel hatte nachgemeldet und wollte antreten, entgegen den Ausschreibungsbestimmungen ließ der Veranstalter jedoch keine Nachmeldungen mehr zu. Während Schwarz und Henkel es nicht über die Zwischenläufe hinaus schafften, zog Röhrdanz ins Finale ein – und lief mit neuer, persönlicher Bestzeit auf den dritten Platz (12,35 Sekunden).
Etwas besser lief es in der brütenden Mittagshitze für die 3x 800 Meter Staffel des HSV: Die Staffel der StG USC Mainz/LC Bingen lag von Anfang an in Führung. Am Ende wird es aber noch mal ganz knapp, der Schlusssprint von Greta-Lucia Ritz reichte aber nicht mehr ganz. 1,01 Sekunden hinter der StG USC Mainz/LC Bingen landen Ritz, Lotte Schwarz und Linda Schmitt mit einer Zeit von 7:23,36 Minuten auf dem zweiten Platz. In der aktuellen Deutschen Bestenliste ist das Platz 8, in der ewigen Bestenliste des Hünfelder SV haben die Nachwuchsathletinnen aber über beide Wettkampftage für zahlreiche neue Eintragungen gesorgt: Sämtliche Ergebnisse in allen Disziplinen, in denen Athletinnen des HSV vertreten waren, stellten neue, vereinsinterne Bestleistungen dar.
